Fortsetzung niedriger Zinsen & Renditen im Jahr 2013

Geldanlagen 2013-


Die stürmischen Zeiten der Kapital- und Zinsmärkte des vergangenen Jahres finden voraussichtlich 2013 keine Wiederholung. Das Ergebnis der großen Rutschpartie von Zinsen für Sparanlagen wird dennoch auf einem niedrigen Niveau verharren und die Renditen für Immobilien- und Aktienanlagen ebenfalls auf einen Abwärtstrend zwingen. Realverluste für angelegtes Kapital finden auch in den nächsten 12 Monaten eine Fortsetzung.

Im Jahr 2013 vorübergehende Ruhe nach dem Sturm?

Zinsmärkte
Beruhigung auf niedrigem Niveau
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Sparer und Privatanleger werden es voraussichtlich auch im Jahr 2013 mit schwierigen Bedingungen zu tun haben. Die sich im Laufe von 2012 eingependelte Situation niedriger Realzinsen findet aller Voraussicht nach eine nahtlose Fortsetzung in den kommenden zwölf Monaten. Im Zusammenspiel bleibt das niedrige Zins-Niveau mit einer relativ hohen Inflationsrate.

Nach den Einschätzungen der Postbank wird unter dem Strich der reale Vermögensverlust für Sparer auch 2013 kein Ende finden. So betonte Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt der Deutschen Postbank AG, dass jedoch Schuldner von den niedrigen Realzinsen profitierten. Ebenso seien verschuldete Staaten die Nutznießer niedriger Zinsen, da sie in der Wirtschaftsgeschichte immer wieder zum „Instrument der Inflation gegriffen haben, um sich zu entschulden“.

Der positive Blick auf Niedrigzinsen
Ein äußerst niedriges Zins-Niveau wäre der Preis dafür, dass Europa einer weitaus schlimmeren Wirtschaftskatastrophe entgangen sei. Noch bis in den Sommer 2012 hinein erschienen die Risiken noch so hoch, als wenn eine fortgesetzte Verschärfung der Staatsschuldenkrise zu einem Ausscheiden einzelner Euro-Mitgliedsländer führen könnte. Auch ein Auseinanderbrechen der gesamten Euro-Zone wurde befürchtet.

Beständige Unsicherheiten zu den Situationen der Banken Spaniens sowie der andauernden Gratwanderung Griechenlands zwischen Rettung und Konkurs, sorgten für erhebliche Belastungen auf die gesamte Euro-Zone. Ungelöste Bankenprobleme in Verbindung mit dem Zerfall des Immobilienmarktes mussten erfasst und angegangen werden. Eine erste Glättung der europaweit hohen Wellengänge fand mit der Aktivierung des Rettungsfonds ESM im September statt.

„Ruhigere Zeiten für 2013 erwartet“
Im Jahr 2013 wird die Staatsschuldenkrise aus der Sicht der Postbank kaum die gleichen Verschärfungen erleben wie im noch laufenden Jahr. Klare Bekenntnisse zum Erhalt der Währungsunion durch die Politik, besonders der aus Deutschland, sowie der Bestand des ESM in Verbindung mit dem durch die Europäische Zentralbank (EZB) initiierten Ankaufprogramm von Staatsanleihen würden hochwirksame Instrumente zur Kriseneindämmung stellen können.

Zinsniveau wird auf „Bodenhöhe“ verbleiben“
Die Staatsschulden- und Vertrauenskrise sowie die permanent anhaltende Konjunkturschwäche im Euroraum würden eine Normalisierung des Zinsniveaus ausschließen. Aus diesem Grund ist mit Anhebungen von Zinsen für Geldanlagen auch für das kommende Jahr kaum zu rechnen.

In der Regel würden nach den Anpassungen für Geldanlagen auch weitere Anlage-Formen, wie u.a. Aktien- und Immobilienanlagen folgen. Die Postbank rechnet für diese Anlagen mit einer ähnlichen Korrektur auf ein niedriges Zins-Niveau. Folglich würde das Risiko zur Bildung einer Vermögenspreisblase ansteigen. Neben einer richtigen Auswahl von unterschiedlichen Anlageprodukten wäre die angemessene Streuung des Kapitals mindestens ebenso wichtig.

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