Folgen der Wirtschaftslage: Mehr Geld auf Sparkonten, aber weniger Sparer

Sparerverhalten-


Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat bereits deutliche Spuren bei den Sparern hinterlassen. Das Sparverhalten der Deutschen hat sich merklich verändert. Immer weniger Menschen können noch sparen. Dennoch ist das gesamte Sparguthaben der Bundesbürger angestiegen.

Sparen

Verschiebungen dank Wirtschaftslage: Wachsendes Vermögen bei sinkender Anzahl der Sparer

Schräglage bei Vermögen und Anzahl Privatanleger

Die deutschen Sparer sind in ihrer „stoischen Ruhe“ offensichtlich in Bewegung gekommen. Die Wirtschafts- und Finanzsituation im Euroraum wirkte nun lange genug ein, um das Sparerverhalten der Bürger deutlich zu ändern. Inzwischen hat mehr als ein Drittel der deutschen Anleger reagiert.

Im Jahr 2011 sahen sich lediglich knapp 20 Prozent der Sparer aufgrund der Wirtschaftslage dazu veranlasst, irgendwelche Veränderungen an ihrem Sparerverhalten vorzunehmen. Der Anteil ist inzwischen auf knapp 39 Prozent angestiegen, wie die aktuelle Umfrage von Emnid im Auftrag der Postbank ergab.

Eine interessante Entwicklung ist das innerhalb der letzten zwei Jahre angestiegene Sparguthaben, aber die gesunkene Anzahl der Menschen, die überhaupt zu einer Rücklagenbildung fähig sind. Im Vergleich zu 2011 ist der Anteil der Personen gestiegen, die mehr Geld zurück legen können, doch immer weniger Menschen hatten Geld für eine Sparanlage übrig. Vor zwei Jahren hatten 17 Prozent keine Möglichkeit für eine Rücklagenbildung. Heute sind es 21,9 Prozent.

Das Sparen an sich hat in Deutschland nach wie vor einen hohen Stellenwert. 33,4 Prozent legen regelmäßig jeden Monat Geld zurück. Regelmäßig auf das Jahr verteilt sparen 13,5 Prozent der Befragten. Sporadische Sparbeträge werden von 29,7 Prozent der Bundesbürger angelegt.

Immer weniger Menschen haben Spargeld zur Verfügung, aber das Guthaben auf den Sparkonten ist im Durchschnitt gestiegen. Spitzenreiter in Deutschland sind die Bewohner Hessens. Deren Spareinlagen stiegen zwischen 2011 und 2012 im Durchschnitt um 3.799 Euro an auf inzwischen 38.863 Euro. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit einem durchschnittlichen Sparguthaben von 10.573 Euro pro Anleger (+423 Euro gegenüber 2011). In Thüringen ist das Durchschnittsguthaben um -76 Euro zurück gegangen (11.241 Euro 2012). Das Plus auf den Sparkonten betrug 2012 im Bundesdurchschnitt 20.164 Euro (+829 Euro gegenüber 2011).

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