Finanzprodukte: vzbv fordert einheitliche Vermittler-Aufsicht

Kapitalanlagen-


Verbraucherschützer kritisieren die uneinheitliche Regelung für die Überwachung des Vertriebs von Finanzanlageprodukten. Gewerbliche Vermittler unterliegen nicht den gleichen Regeln wie Banken und Sparkassen.

Finanzberater

Finanzanlageberater unterliegen nicht den gleichen Regeln wie für Banken

vzbv fordert einheitliche Regelung für alle Vermittler

Den Banken und Sparkassen sind für die Vermittlung bzw. Verkauf von Finanzanlageprodukte Regeln aufgestellt. Damit sollen Konsumenten einen gewissen Schutz gegen unabsehbare Risiken erhalten. Für Finanzanlagevermittler gelten diese Regeln allerdings nicht und eine von der Bundesregierung in Aussicht gestellte Änderung der Finanzanlagenvermittlungsverordnung sieht eine solche Gleichstellung gar nicht vor. In einer Stellungnahme hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) diese Ungleichbehandlung nun kritisiert. Der vzbv fordert daher, die gleichen Regeln sowohl für Banken bzw. Sparkassen als auch für Finanzanlagevermittler anzuwenden.

Die getrennte Behandlung von Banken und Finanzanlagevermittler sei grundsätzlich falsch, so der vzbv. Erforderlich sei eine einheitliche Regulierung und Aufsicht. Banken und Sparkassen unterliegen im Bundesgebiet dem Wertpapierhandelsgesetz und damit der EU-Finanzmarktrichtline MiFID 2. Nicht aber die gewerblichen Finanzanlagevermittler.

Bis zum heutigen Tag können sich lt. vzbv die Konsumenten in der Bundesrepublik nicht auf eine gute Finanzanlageberatung verlassen. Das vorderste Interesse der Vermittler oder Banken seien die in Aussicht gestellten Provisionen. Dies sei nicht tragbar. „Verbraucherschutz darf keine Frage des jeweiligen Vertriebsweges sein“, so Dorothea Mohn, Leiterin Team Finanzmarkt im vzbv.

Die Bundesregierung äußerte die Absicht, auch Finanzanlagenberater überwachen zu lassen und zwar unabhängig von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Dies werde vom vzbv ausdrücklich begrüßt. Doch eine flächendeckende einheitliche Überwachung des EU-Rechts sei nur über die BaFin zu realisieren.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.