Finanzmärkte nach Brexit unruhig, aber nicht panisch

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Die Unruhen in den Finanzmärkten nach der Brexit-Abstimmung erreichten längst nicht das Ausmaß wie die panischen Reaktionen beim Ausbruch der Bankenkrise im Jahr 2008. Der Überraschungseffekt war nicht der Gleiche.

Vom echten Börsen-Crash noch weit entfernt

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Finanzmärkte unruhig, aber nicht panisch

Die Transparenz des Brexits habe die Finanzmärkte vor einem ähnlich extremen Börsen-Crash bewahrt wie in den Tagen nach dem Ausbruch der Bankenkrise in den USA. Damals wusste niemand, welche Bank wie stark von der Krise betroffen ist und die Pleite der Lehman-Bank im Jahr 2008 kam völlig überraschend, so Janet Henry, Chefvolkswirtin der britischen HSBC Bank im Gespräch mit der F.A.Z. (Dienstag). Eine derartige Panik werde es wegen Brexit nicht geben.

Die Notenbanken werden auf die Finanzmarktschwankungen möglichst zurückhaltend reagieren, aber im Ernstfall „Notfalliquidität“ im unbegrenzten Ausmaß bereitstellen, um „die Banken flüssig“ zu halten. Die Bank of England wolle die neue Situation den kommenden Wochen erst prüfen und die US-Notenbank Fed werde in diesem Jahr wegen der anstehenden Präsidentenwahlen keine Zinsschritte mehr unternehmen, so die Einschätzung der Ökonomin.

Für die Europäische Zentralbank (EZB) stünde der Weg für den Ankauf von Staatsanleihen aus den Euro-Krisenländern frei, damit der Anstieg der Renditen vermieden werden könne. Das OMT-Programm wurde vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) nun genehmigt. Damit könne die EZB gezielt Anleihen der Krisenländer kaufen.

Wachstum durch höhere Haushaltsausgaben

Der Haushalt der Bundesrepublik könne ein Defizit gut verkraften, so die Chefvolkswirtin. Im Jahr 2009 sei es „sehr klug“ gewesen, die Staatsausgaben zu erhöhen. Damit war es möglich, über einen längeren Zeitraum die Kurzarbeit zu finanzieren. Massenentlassungen seien dadurch vermieden worden. Die berufliche Qualifikation sei erhalten geblieben. Im folgenden Aufschwung stellte sich dies als sehr nützlich heraus.


Offensichtlich glaubten die „Retter Griechenlands“, dass drastische Ausgabenkürzungen statt -anhebungen für Griechenland der bessere Weg gewesen sei.

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