Faber: Goldbesitzer können Unsinn von Politiker gelassener betrachten

Anlagestrategien-


Ein paar Ratschläge von einer Investorenlegende. Marc Faber plauderte quasi aus dem Nähkästchen und offenbarte ein paar Einzelheiten zu seinen Vorlieben, den gewählten Sicherheitsaspekten und Strategien.

Gelassenheit

Der Besitz von Gold lässt den Unsinn von Politiker gelassener betrachten

Fabers Blicke reichen bis in den Fernen Osten

Wer mit seinen Augen den produzierten Unsinn der Politiker betrachten muss, kann gelassener bleiben, wenn die Hände zur gleichen Zeit ein paar Goldklumpen festhalten. Für Marc Faber bedeutet der Besitz von Gold eine Versicherung gegen „Unfug, den Regierungen treiben“. Im Interview mit WirtschaftsWoche (Dienstag) erklärte die Investorenlegende, dass die Regierungen bei Hyperinflationen oder Staatspleiten die eigenen Fehler nicht zugeben werden. Vielmehr seien sie dann damit beschäftigt, einen Schuldigen ausfindig zu machen.

Bei einem finanziellen Desaster werden die Vermögen von Privatpersonen nicht unangetastet bleiben, vermutete Faber. Gold könne als eine Versicherung gegen Krisen Verwendung finden, aber für Spekulationen seien die Goldminenaktien derzeit besonders günstig zu haben. Deren Werte wurden beim vergangenen Preissturz regelrecht „zerstört“, so der Investor.

Dem US-Aktienmarkt schenkt Faber kein großes Vertrauen. Im Hintergrund stünden rund zwei Jahrzehnte Politik der Geldvermehrung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Heute befinden sich die US-Leitzinsen faktisch bei Null. Zwischen März 2009 und heute konnte der US-Aktienindex S&P 500 von 670 auf 1700 Punkte zulegen, erklärte Faber. Die Preise von Aktien und Immobilien seien durch die künstlich gedrückten Zinsen und den Anleihekäufen in die Höhe befördert worden. Für die Wirtschaft blieb jedoch nur ein kleiner Effekt übrig. Für die Fed sei mit der Fortsetzung des Programms der Ausstieg immer schwieriger. „So wird der Staat immer weiter aufgebläht“, stellte der Investor fest und stellte die Frage, was mit den Aktienmärkten passierte, wenn die Fed eines Tages doch aussteigt?

Die „100-Millionen-Dollar-Anlage“

Erhielte der Investor 100 Mio. Dollar mit der Auflage, in Aktien zu investieren, würde seine Orientierung gen Schwellenländer gerichtet sein, die in der letzten Zeit stark gefallen sind. Faber nannte Singapur, Hongkong, Thailand und Malaysia und hielt sich mit seinen Beispielen klar in Fernost auf. Derzeit gebe es in dieser Region noch Aktien mit einer Dividendenrendite von fünf Prozent. Keine gewaltigen Werte, so Faber, aber dennoch Hinweise auf ein gesundes Cash-Flow der Unternehmen. Vietnam wäre noch ein interessanter Markt, Japan jedoch nicht.

China stellt für den Investor ein schwieriges Feld dar. Gute Unternehmen seien nicht mehr billig und die schlechten seien so schlecht, dass sie bei der Auswahl durchfallen. Von China könne man indirekt mit dem Kauf von Aktien aus Hongkong profitieren. Aber die offiziellen Statistiken aus China seien mit Vorsicht zu genießen. Den aktuellen Prognosen von 7 Prozent Wirtschaftswachstum schenkt der Investor keinen Glauben und geht lediglich von 4 Prozent aus, höchstens.

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