EZB-Ratssitzung: Zinsen bleiben – Sondermaßnahmen starten

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Nach der EZB-Ratssitzung am Donnerstag steht fest, dass die Zinssätze in der Eurozone beim bisherigen Stand bleiben und die geplanten zusätzlichen Sondermaßnahmen noch im Juni gestartet werden.

Erfolgsaussichten weiterhin nahe Null

EZB Frankfurt
Euro-Währungshüter startet neue Sondermaßnahmen

Die EZB-Ratssitzung am Donnerstag fand in Wien statt und durchschlagende Neuigkeiten blieben auch aus der Hauptstadt Österreichs aus. Der EZB-Rat beschloss, den Leitzins (Hauptrefinanzierungszins) auf 0,0% zu belassen. Die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität blieben ebenfalls beim jeweiligen bisherigen Stand von 0,25% bzw. -0,40%.

Völlig tatenlos bleibt die Europäische Zentralbank jedoch nicht. Am 08. Juni startet die Notenbank den Ankauf Anleihen aus dem Unternehmenssektor (Corporate Sector Purchase Programme – CSPP). Eine weitere Sondermaßnahme steht für den 22. Juni auf dem Plan. Die EZB wird mit den langfristig angesetzten Refinanzierungsgeschäften durchstarten.

Alles Maßnahmen, um die Inflation in die Höhe zu treiben und die Konjunktur zu beleben. Die gleichen Ziele, die gleiche bisherige Erfolglosigkeit. Zuletzt lag die Jahresinflation im Mai bei -0,1% in der Eurozone, im April bei -0,2%.

Für die Sparer und Anleger ist schon jeglicher Beschluss der EZB eine schlechte Nachricht. Die Zinsen bleiben zwar auf gleichem Stand, es hätte auch schlimmer werden können, aber die im Juni gestartete Ausweitung der Liquiditätsschwemme verschlechtert die Situation der bisherigen Teilnehmer am Wertpapier- bzw. Anleihemarkt. Die Preise werden steigen, die Renditen sinken und die „guten Papiere“ verschwinden zusehends. Übrig bleiben die risikobehafteten Positionen.


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