EZB & Bundesanleihen sorgen für weiter fallende Zinsen

Geldkrise –


Die Aussichten auf steigende Zinsen in der Zukunft geraten aus dem Blickfeld. Dafür rücken die Abgründe weiter fallender Renditen immer näher. Bundesanleihen bewegen sich erneut auf Rekordtief-Niveau und die Pläne für Negativzinsen plus Bargeldbesteuerung sind bereits ausgearbeitet.

Kurzfrist-Zinsen

Die Uhr tickt. Allerdings gegen die Interessen der Sparer und Anleger

Zinsen fallen an allen Ecken und Enden weiter ab

Das allgemeine von der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgegebene Zinsniveau ist nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite stehen die Renditen der Bundesanleihen. Während die EZB mit ihren Null- und Negativzinsen die Zinsen innerhalb der Eurozone bestimmt, setzen die „Bundesschatzbriefe“ für die Sparer im Bundesgebiet noch eines oben drauf. Die Banken orientieren sich für das Festsetzen von Zinsen der Sparanlagen wie Tagesgeld und Festgeld an das allgemeine Zinsniveau und auch an den Renditen der Bundesanleihen. Dies ist u.a. eine Erklärung, warum sich die Sparzinsen der in der Bundesrepublik angebotenen Finanzprodukte derart im Keller befinden und in anderen Euroländern ein allgemein weniger schlechtes Zinsniveau vorzufinden ist.

Sparer können Hoffnungen wieder eingraben

Dem nicht genug. Keine guten Nachrichten für alle konservativen Sparer und Anleger, die vielleicht auf ein baldiges Ende des Zeitalters der mickrigen Zinsen hofften. Die EZB sagte für das Jahr 2019 ohnehin schon eine mögliche Anhebung des Leitzinses ab. Nun ist die wieder eingesetzte Talfahrt der Renditen der Bundesanleihen derart fortgeschritten, dass nach 2008 ein neues Rekord-Tief erreicht wurde und die Abwärtstour scheint noch weiter zu gehen. Ein Negativzins im Bereich von -0,40 Prozent steht bereits im Visier. Investoren in 10-jährigen Bundesanleihen sind somit bereit, für das Halten dieser Papiere Geld zu bezahlen. Für wohlgesonnene Finanzmarkt-Analysten und Politiker wieder ein willkommener Anlass, die These eines von der Eurokrise profitierenden Deutschlands zu sprechen. Die Nachfrage nach den Bundesanleihen ist groß und scheinbar handelt es sich wiederholt um die Flucht in einen (vermeintlich) sicheren Hafen. Antreiber dürften die anwachsenden wirtschaftlichen Probleme Italiens sein und die gegenwärtigen Pläne der Neuverschuldung. Dazu gesellen sich die zuspitzenden politischen Reibereien zwischen Italiens Regierung und der EU-Kommission.

Zinsen werden eher weiter fallen als ansteigen

Sparer können somit ihre Hoffnung auf steigende Zinsen wieder einpacken und auf Eis legen. Eher tritt das Gegenteil ein und die ohnehin schon mageren Renditen der klassischen Sparanlagen werden noch weiter gekürzt. Was sich bereits auf einer glatten Null befindet, dürfte quasi in „Vorspannung“ gehalten werden. Konkrete Strategien für die Einführung von Negativzinsen für Guthaben auf einem Konto und die Besteuerung von Bargeld sind bereits ausgearbeitet.

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