EZB brachte den Sparern schlechte Nachrichten

Geldkrise –


Die Europäische Zentralbank (EZB) brachte mit ihrer Ratssitzung Anfang Juni 2019 den Sparern nur schlechte Resultate ein. Zinsen bleiben auf Niedrig-Niveau bis mindestens zweites Halbjahr 2020.

Geldschatulle

Steigende Zinsen vorerst ausgeschlossen – Eher geht es weiter abwärts

Zinsniveau bis mindestens 2. Halbjahr 2020 festgesetzt

Mit der letzten Ratssitzung in der ersten Juni-Woche hat die EZB die Nullzinsen erneut zementiert. Nach einem „frühestens Herbst 2019“ folgte ein „nicht vor 2020“ und nun steht fest, dass die Zinsen nicht vor Ablauf des ersten Halbjahres 2020 angetastet werden. Der allgemein als Leitzins bezeichnete Refinanzierungszinssatz bleibt somit auf 0,0 Prozent und steht als eine Steilvorlage für die künftige Rendite-Entwicklung bei den Sparanlagen. Ebenso auf gleichem Niveau bleibt auch der Einlagezins von -0,4 Prozent („Strafzins“).

Inflation ist nach wie vor Orientierungsmarke

Die EZB bekräftigte, an diesen Zinssätze mindesten solange festhalten zu wollen, bis die „nachhaltige Annäherung der Inflation an ein Niveau von unter, aber nahe 2 Prozent auf mittlere Sicht“ sichergestellt ist. Da der Erfolg bisher ausgeblieben ist, von einem kurzfristigen Erreichen und sogar Überschreiten der Inflations-Wunschmarke abgesehen, kann das zweite Halbjahr 2020 nur als grober Orientierungspunkt betrachtet werden. Vorher nicht, was dann kommt, wird man sehen.

Preis für Billig-Kredite an Banken festgelegt

Mit der letzten EZB-Ratssitzung wurde auch gleich der Zinssatz für das in Aussicht gestellte TLTRO III Programm festgelegt. Die erneute Geldschwemme in seiner dritten Auflage für die Refinanzierung der Kreditinstitute soll den Geldhäusern 10 Basispunkte oberhalb des Refinanzierungszinssatzes kosten und somit derzeit 0,1 Prozent.

Für Sparer nur schlechte Nachrichten

Für Sparer vor allem im Bundesgebiet sind die Ergebnisse der EZB-Ratssitzung alles andere als gute Nachrichten. Neben dem niedrigen Leitzins rutschten jüngst auch die Renditen der 10-jährigen Bundesanleihen auf ein bisheriges Rekordtief (Negativ-Rendite). Damit dürften auch demnächst die Zinsen für Tagesgeld, Festgeld und Co. um ein weiteres Stück tiefer gesetzt werden.

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