Donnerstag, den 19. Juli 2018

EZB behält geldpolitische Maßnahmen bei

Eurokrise


Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihre geldpolitischen Maßnahmen wie geplant fortsetzten. Der EZB-Rat beschloss auf ihrer Sitzung im März die Beibehaltung der aktuellen Zinsen und der Sondermaßnahmen.

EZB will nachhaltige Inflation im Wunschbereich

Euro Krise

Sparer verlieren noch mehr Geld

Die Europäische Zentralbank belässt die Zinssituation in der Eurozone auch nach der Sitzung im März. Der Hauptrefinanzierungszinssatz („Leitzins“) bleibt bei 0 Prozent, die Einlagefazilität bei -0,40 Prozent und die Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 0,25 Prozent.

In der Eurozone werden die niedrigen Zinsen voraussichtlich noch für einen längeren Zeitraum Bestand haben. Der EZB-Rat sprach vom Beibehalten der Werte „weit über den Zeithorizont des Nettoerwerbs von Vermögenswerten hinaus“.

Im Bereich der „geldpolitischen Sondermaßnahmen“ hält der EZB-Rat am aktuellen Plan fest. Die Anleihekäufe werden noch bis Ende März im Rahmen von 80 Milliarden Euro erfolgen. Anschließend reduziert die EZB den monatlichen Ankauf auf 60 Milliarden Euro pro Monat. Voraussichtlich wird das Anleihekaufprogramm Ende 2017 ablaufen. Dennoch hält die Notenbank die Option offen, die Sondermaßnahme in eine weitere Verlängerung zu schicken.

Ziel sei das Erreichen einer nachhaltigen Korrektur der Inflationsentwicklung, die mit dem Inflationsziel im Einklang stehe. Im umgekehrten Fall sei der EZB-Rat dazu bereit, die geldpolitischen Maßnahmen im Hinblick auf Umfang bzw. Dauer auszuweiten.

Für die Kreditinstitute sind die Beschlüsse des EZB-Rats gute Nachrichten. Sie profitieren weiterhin vom billigen Geld für Investitionen an den durch die Kapitalschwemme angetriebenen Finanzmärkten. In den sauren Apfel beißen die Konsumenten bzw. produktiven Arbeitnehmer. Deren Ersparnisse rentieren immer weniger und gleichzeitig nimmt der Umfang der Geldentwertung zu.




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