Euro Ende 2015 bei 1,15 US-Dollar?

Euro Devisenkurse-


Die Gemeinschaftswährung Euro wird bis Ende 2015 gegenüber dem US-Dollar kräftig an Wert verlieren. Die Analysten der Postbank sehen den Eurokurs bis auf 1,15 Dollar abfallen. Ausschlaggebend seien die gegensätzlichen Ausrichtungen der Notenbanken in der Eurozone und in den USA.

Euro Entwertung

Steiler Kursabsturz für den Euro vorausgesagt – Fairer Preis zwischen 1,15 und 1,30 Dollar

„Der Euro ist gegenüber dem US-Dollar überbewertet“ – Korrekturphase

Ginge es nach den Analysten der Postbank, wird der Euro schon bald erheblich an Gewicht verlieren. Die Gemeinschaftswährung sei derzeit gegenüber dem US-Dollar überbewertet und auf mittelfristige Sicht werde es eine Korrektur geben.

Die Zentralbanken der Eurozone und der USA fahren derzeit eine gegensätzliche Ausrichtung in ihrer Geldpolitik. Während der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi die Niedrigzinsphase und eine Ausweitung der Liquidität favorisiert, schwenkte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) inzwischen auf eine Straffung der Geldpolitik um.

Seit dem Jahresanfang fährt die Fed die monatlichen Anleihekäufe (QE3) in einzelnen Schritten deutlich runter. Die Märkte spekulieren auf eine baldige Anhebung des Zinsniveaus im US-Finanzmarkt. Aufgrund der gegensätzlichen Richtung in der Geldpolitik in der Eurozone sowie in Übersee wird es zu entsprechenden Verschiebungen im Wechselkurs zwischen dem Euro und US-Dollar geben.

„Wir erwarten, dass der Euro bis Ende 2014 auf 1,30 US-Dollar nachgibt“, so Dr. Marco Bargel, Chef-Anlagestratege der Postbank. Die Abwärtsbewegung des Euros wird sich voraussichtlich im Jahr 2015 beschleunigen. Mit dem Blick auf den Zeitraum eines Jahres schätzen die Analysten einen Kurs im Bereich von 1,22 US-Dollar ein. Der Abwärtstrend werde sich bis Ende 2015 fortsetzen und in einen Wechselkurs von 1,15 US-Dollar resultieren.

Einen „fairen Wert“ des Euros, gemessen an der Kaufkraftparität, sieht Bargel in einem Bereich zwischen 1,15 und knapp 1,30 US-Dollar. Für einen stabileren Dollar sprechen zusätzliche fundamentale Faktoren. Die Konjunktur in den USA zeige eine höhere Dynamik auf. „Wir sehen die US-Wirtschaft derzeit deutlich besser aufgestellt. Das Wachstum steht auf einer breiten Basis und sollte bereits in der zweiten Jahreshälfte spürbar höher ausfallen als im 1. Halbjahr. Für 2015 rechnen wir mit einem US-Wachstum von 3,5%“, so Bargel.



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