Euro Bargeldmenge trotz „Kampfansage“ auf Rekordhöhe

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Die Bargeldmenge des Euros erreichte neue Rekordhöhen, obwohl der Bargeldversion der Gemeinschaftswährung offenbar der Kampf angesagt wurde. Die Menschen horten dennoch einen Großteil ihres Vermögens in Form von Euro-Scheinen und -Münzen.

Euro Bargeldmenge wuchs schneller als die Wirtschaft

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Euro-Bargeld ist nach wie vor Trumpf

Scheinbar steigt bei den Bundesbürger die Liebe zum Bargeld, je mehr über dessen Einschränkung oder gar Verbot gesprochen wird. Das Schicksal des 500-Euro-Scheins ist ohnehin schon besiegelt. Im Raum stehen noch die Beschränkung des Bargeldverkehrs auf 5.000 Euro in einer Summe und die vollständige Abschaffung des Bargeldes. Da derlei von der „hintergründlichen Privatwirtschaft“ geforderten und von der Politik unterstützten Vorhaben ohne Rücksicht auf eine fehlende Zustimmung der Bevölkerung durchgesetzt werden, kann von einer schrittweisen Bargeldabschaffung getrost ausgegangen werden. Dem Bundesbürger kümmert die dem Bargeld in Aussicht gestellte Zukunft nicht. Nach dem Motto „jetzt erst recht“ greift der auf das einzige gesetzliche Zahlungsmittel zurück wie noch nie zuvor.

Die Nachfrage nach Bargeld sank nicht „präventiv“, sondern stieg sogar stark an. Die sich im Umlauf befindliche Bargeldmenge erreichte neue Rekordhöhen, so die aktuellen Zahlen der Deutschen Bundesbank, die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) (Donnerstagsausgabe) vorliegen. Sei dem Start des Euros im Jahr 2002 stieg die Bargeldmenge des Euros auf das Fünffache an. Anfänglich gingen rund 221 Milliarden an den Start, heute kreisen rund 1,1 Billionen Euro ihre Runden.

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Im Vergleich hinkt das Wirtschaftswachstum dem Zuwachs der Bargeldmenge des Euros stark hinterher. Die jährlich Zunahme betrug im Schnitt jeweils gut 10 Prozent. Die Bundesbank scheint den Grund für den starken Anstieg zu kennen. Demnach horten die Bewohner des Euroraums und auch in anderen Teilen der Welt große Mengen ihres Vermögens in Euro-Scheinen. Carl-Ludwig Thiele erklärte der F.A.Z.: „Das Euro-Bargeld wird international gerne als Wertaufbewahrungsmittel gehalten, weil der Euro – wie auch der Dollar, die Eigenschaft einer stabilen internationalen Leitwährung hat.“

Das Vertrauen in den Euro ging selbst in den turbulenten Zeiten wie der Höhepunkt der Eurokrise und den Problemen rund um Griechenland nicht verloren. Selbst Zweifel am dauerhaftem Zusammenhalt des Währungsgebietes konnten der großen Nachfragen nach dem Euro nichts anhaben. Der Euro erfreute sich in ganz Osteuropa und Südosteuropa sowie in einigen Ländern Asiens und Südamerikas großer Beliebtheit.

Am 04. Mai entscheidet voraussichtlich der EZB-Rat über die Verfahrensweise wie der 500-Euro-Schein „am besten“ aus dem Verkehr gezogen werden könne.


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