EU-Absage zum Währungskrieg könnte Goldkurs drücken

Goldpreis & Währungskrieg-


Der Goldpreis kommt in der letzten Zeit nicht von der Stelle und pendelte sich bereits unter den 200-Tageswert ein. Eine offizielle Absage der EU, an einem drohenden Währungskrieg kein Interesse zu haben, könnte auf den Goldkurs noch mehr Druck ausüben. Dennoch sieht die Deutsche Bank ein Lichtblick für die Gold-Aktie nach einer 3-Jahres Flaute.

Absage zum Währungskrieg könnte Goldpreis drücken

Goldkurs
Erklärte Eurostabilität könnte Gold abrutschen lassen

Europa will sich offenbar aus einem „Währungskrieg“ heraushalten und am internationalen Wettbewerb der Geldentwertung nicht teilnehmen. Vorbereitend auf dem zum Ende der Woche geplanten G20-Gipfel in Moskau der Notenbanker und Finanzminister könnte noch eine Erklärung abgegeben werden, dass der „Krieg um die gegenseitigen Wechselkurse“ vermieden werden wolle.

Die Deutsche Bank befürchtet jedoch als Folge, sofern sich die Vermutung bewahrheiten sollte, einen steigenden Druck auf das Edelmetall Gold. Ohnehin befindet sich der Kurs auf dem niedrigsten Stand seit Januar und unter dem 200-Tagesdurchschnitt. Eine offizielle Absage zum Währungskrieg würde den Goldpreis zumindest für kurzfristige Zeit noch weiter drücken.

Theorie und Praxis zum Statement
Markus Koch, Börsenexperte von der Deutschen Bank an der Wall Street, betonte jedoch, dass eine offizielle Erklärung der EU nicht unbedingt eine Versicherung darstellte, dass sich daran auch gehalten wird. Wie sich „aggressives Eingreifen“ der Geldpolitik auswirken könnte, erklärte Koch am Beispiel des japanischen Yen, der seit Mitte November um 14% an Wert verlor, aber der Nikkei-Index innerhalb des gleichen Zeitraums um 32% zulegen konnte.

Die Auswirkungen einer abwertenden Währung können erheblich sein. So kalkuliert Goldman Sachs, dass die durch den Export Japans generierten Gewinne pro jede 10 Yen Abwertung gegenüber dem US-Dollar um 7 bis 10% gesteigert werden können. Koch schätzt aufgrund der Aussagen des japanischen Wirtschaftsministers ein, dass der Kurs, den Yen zu entwerten, auch künftig beibehalten werden soll. Eine Antriebsfeder sei u.a. der Zielgedanke, den Nikkei-Index bis Ende März um weitere 2.000 Punkte aufzustocken, um die 13.000 Punkte-Marke zu erreichen. Der Index-Sprung nach oben könne jedoch nur durch einen schwachen Yen geschafft werden.

Die Vize-Chefin der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Janet Yellen, sieht für die USA nach wie vor kein Problem durch eine Inflation aufkommen. Vielmehr müsse sich um die hohe Arbeitslosigkeit gekümmert werden. Für den Börsenexperten sind das klare Signale für ein ungebremstes Drucken von Dollar und eine fortgesetzte Untergrabung der Währung. Die Gefahr eines Währungskrieges hätte somit nur bedingt nachgelassen.

Gold oder Gold-Aktien?
BCA Reasearch hält ein Come-back der seit rund 3 Jahren in der „Senke verschwundene“ Gold-Aktie für wahrscheinlich. Anleger in Aktien hätten vom steilen Anstieg des Goldpreises so gut wie gar nicht profitiert und heute liegen die Werte noch auf dem niedrigen Niveau aus dem Jahr 2007. Starke Kapitalflüsse in Richtung Gold-ETS hätten die Kurse für Gold-Aktien stark belastet. Derzeit wäre jedoch von einer Rückkehr der Zuversicht in die Aktienmärkte zu spüren und voraussichtlich werden sich die Gewichtsverhältnisse anpassen. Aus diesem Grund könnten Gold-Aktien in den nächsten Monaten interessant werden.

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Bild: tarifometer24.com

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