Deutsche Privatpersonen besitzen fast 8.000 Tonnen Gold

Privater Goldbesitz-


Jeder deutsche Bürger trägt rund 47 Gramm Goldschmuck am Hals, an den Ohren oder auch am Finger. Gleichzeitig befinden sich rund 53 Gramm Goldmünzen oder Goldbarren in der Hosentasche. Der Gesamtanteil von physischem Gold im Besitz von Privatpersonen ist inzwischen auf knapp 8.000 Tonnen im Wert von fast 350 Milliarden Euro angewachsen.

Goldwerte übersteigen Aktien, Renten und Investmentfonds

Goldbesitz
Deutschland hortet Gold

Das durchschnittliche Gesamtvermögen der deutschen Bürger beträgt derzeit rund 10 Billionen Euro. Davon beträgt der Anteil des Edelmetalls Gold bereits fast 4 Prozent und ist seit dem Jahr 2009 um einen Prozentpunkt angestiegen. Der Wert des gesamten Goldes übersteigt sogar das Volumen von Renten, Aktien und sogar Investmentfonds. Das ergab eine Umfrage-Untersuchung der Research Center For Financial Services (Steinbeis-Hochschule Berlin) zusammen mit dem Edelmetallhändler Heraeus.

Deutsche Privathaushalte besitzen demnach insgesamt 7.994 Tonnen physisches Gold in Form von Münzen und Barren. Der Wert wird derzeit auf 346 Milliarden Euro beziffert. Bereits bei einer vorherigen Untersuchung im Jahr 2010 besaßen die Bürger rund 7.558 Tonnen physisches Gold. Der Hortung des gelben Edelmetalls in den Privathaushalten wurde somit um 436 Tonnen aufgestockt.

Den größeren Anteil bilden mit 4.236 Tonnen Goldmünzen und Goldbarren. Der Anteil in Form von Goldschmuck beträgt 3.758 Tonnen. Zusätzlich liegen in den Schubladen goldbezogene Wertpapiere in Höhe von 47 Milliarden Euro.

Die Verteilung von Goldbesitzern weicht ab
Im Gegensatz zur sehr ungleichen Verteilung des Gesamtvermögens innerhalb der deutschen Bevölkerung ist die Aufteilung von Goldbesitzern weit ausbalancierter. Rund 69% der über 18-Jährigen besitzen im Bundesgebiet Gold. Die Hälfte der Deutschen besitzt Goldschmuck. Der Anteil reduzierte sich jedoch seit 2010 um 4%, eine Entwicklung die darauf schließen lassen könnte, dass viele Besitzer aufgrund stark gestiegener Preise ihren Goldschmuck verkauften.

Dagegen ergaben die Umfragen einen Zuwachs in der Bevölkerung die im Besitz von Goldmünzen und Goldbarren sind. Im Jahr 2012 ist deren Anteil auf 30 Prozent angestiegen. Neben dem Anwachsen der Goldbestände bei rund 20 Millionen deutschen Privathaushalten wurde auch ein leichter Anstieg bei der Anzahl der goldbezogenen Wertpapiere festgestellt. Fast 18 Prozent der Privatpersonen über 18 Jahre verfügen über derartige Kapitalanlagen.

„Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“
Rund 47 Prozent der Goldeigentümer vertrauen ihr Edelmetall dem Schließfach einer Bank an. Rund die Hälfte sieht jedoch davon ab und zieht es vor sein physisches Gold in Form von Barren, Münzen oder Schmuck zu Hause einzulagern. Dagegen vertrauen mit 9 Prozent nur wenige Deutsche der Aufbewahrung in einem Depot eines spezialisierten Anbieters.

Indikatoren zur künftigen Preisentwicklung
Zur Ermittlung des Indikators (Investitionsattraktivität) wird die Differenz zwischen den negativen und positiven Erwartungen in Bezug auf die Attraktivität von Silber und Gold herangezogen. Der Indikator zur Kaufbereitschaft repräsentiert die Kaufwahrscheinlichkeit aus den Erwartungswerten der künftigen Silber- und Golderwerbe der Privatpersonen.

Die Bürger sehen mit sehr viel Optimismus Gold als eine weiterhin attraktive Anlage. 56 Prozent rechnen mit einem Anstieg der Attraktivität von Investitionen in das gelbe Edelmetall und nur 10 Prozent gehen von einer sinkenden Attraktivität aus. Der daraus resultierende Indikatorwert beträgt 46, etwas höher als noch bei der Erhebung in 2011.

Die gesamte Gold-Studie

Bild: tarifometer24.com

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