Bundesbank verteidigt Bargeld – Abschaffung ist überflüssige Diskussion

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Die Deutsche Bundesbank hält die Diskussionen um eine Bargeldabschaffung für überflüssig. Bundesbankpräsident Jens Weidmann sprach sich gegen die Abschaffung von Bargeld aus. Den Wachstumsschwächen könne man damit nicht beikommen.

Bargeld

Deutsche Bundesbank verteidigt Bargeld und hält andere Probleme in der Eurozone für wichtiger

„Bürger sollen so bezahlen können wie sie wollen“

Die Deutschen sind aufgrund der niedrigen Zinsen inzwischen dazu geneigt, mehr Bargeld „unterm Kopfkissen“ zu horten. Null Zinsen wären unschädlicher als ggfs. kommende Negativ-Zinsen auf den Konten der Kreditinstitute. Um dem Bestreben einen Riegel vorzuschieben, sprich die Sparer an der Flucht vor der Schröpfung zu hindern, flammten die Diskussionen um die Abschaffung des Bargeldes auf. Ein Fürsprecher der Bargeldabschaffung ist u.a. der Wirtschaftsweise Peter Bofinger. Er vermied allerdings diese Maßnahme mit der möglichen Sparerflucht zu begründen. Bofinger will in der Vermeidung von Bargeld ein gutes Mittel im Kampf gegen die organisierte Kriminalität. Darüber hinaus sei Bargeld inzwischen überholt und spiegelte lediglich Anachronismus wider.

Ohne Bargeld keine Sparerflucht und somit eine höhere Bereitschaft zum Konsum. Ergo, Wirtschaftswachstum. So lautet eines der Tenöre zum Thema „Garaus dem Bargeld“. Eine solche Diskussion sei bereits im Kern fehlgeleitet, so Weidmann beim Zahlungsverkehrssymposium der Bundesbank. Es sei vielversprechender, die wirtschaftliche Wachstumsschwäche in den Euro-Ländern anzugehen, anstatt „kühne Akrobatik in der Form zu betreiben, das Bargeld abzuschaffen“.

Jeder Bürger solle auch weiterhin so bezahlen können wie er will, so Weidmann. Mehr als die Hälfte aller im Jahr 2014 getätigten Umsätze für Waren und Dienstleistungen wurden lt. einer Bundesbankstudie mit Bargeld beglichen. Die Girokarte fand bei 29 Prozent der Umsätze ein Verwendung und 5 Prozent gingen per Überweisung an den Empfänger. Einen Anteil von 4 Prozent hatte die Kreditkarte und 3 Prozent nutzten das Lastschriftverfahren.





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