Bundesbank veröffentlicht Bestände der Goldreserven Stand 2014

Goldbestand Bundesbank-


Die Deutsche Bundesbank veröffentlichte am Mittwoch die aktuelle Aufstellung der Währungsreserve aus dem gelben Edelmetall. Deutschlands größter Teil der Goldreserven befindet sich demnach im Ausland und zwar in den USA. Weitere Teile befinden sich in London, Paris und immerhin in Frankfurt. Keine großen Neuigkeiten.

Goldanlage

Beruhigende Absichtserklärungen der Bundesbank zur Rückholung der Goldreserven nach Deutschland

Ab 2020 soll die Hälfte der Goldreserven in Frankfurt lagern

Der Bestand der deutschen Goldreserven ist nach wie vor in der „Welt verstreut“. Die Bundesbank legte am 07. Oktober 2015 die Goldmengen sowie deren Verteilung offen.

Zum Stand 31.12.14 besaß die Bundesbank demnach 3.384 Tonnen Gold. Zum Stichtag entsprach die Goldmenge einem Preis von rund 107 Milliarden Euro. Nach den USA war die Deutsche Bundesbank somit der weltweit zweitgrößte Gold-Besitzer.

In Frankfurt am Main befanden sich zum Jahresende 35 Prozent der Goldreserven in Frankfurt, 13 Prozent in London und weitere 9 Prozent in Paris. Der Löwenanteil von 43 Prozent befand sich in Obhut der US-Notenbank Federal Reserver (Fed).

Auf der Agenda der Bundesbank steht eine fortgesetzte Verlagerung der Goldbestände nach Deutschland. Bis zum Jahr 2020 soll die Hälfte der Goldbarren in den Lagern der Bundesbank angekommen sein. Die Goldreserven in Frankreich sollen vollständig aufgelöst werden. Der gegenwärtige Anteil von 13 Prozent in London bleibt erhalten und 37 Prozent der deutschen Goldreserven sollen in Übersee verbleiben. Die Hälfte befindet sich ab 2020 in Frankfurt, so zumindest die gegenwärtigen Pläne.

Beruhigende Töne über „alte“ Goldbestände seit 1971

Deutschlands Goldreserven resultieren zum allergrößten Teil aus den in Gold eingetauschten Außenhandelsbilanz-Überschüssen. Der Welthandel wurde in der „Leitwährung“ US-Dollar abgewickelt. Im Bretton Woods-System konnten 35 US-Dollar in eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold getauscht werden. US-Präsident Richard Nixon beendete das Bretton Woods-System im August 1971 „einfach so“. Die Vereinbarung zwischen den USA (eigentlich Fed) und anderen Ländern wurde von heute auf morgen einseitig aufgelöst, ohne große Diskussionen. Es kann kommen wer mag, mit wie viel Dollar auch immer, es wird nicht mehr in Gold eingetauscht, fertig. Seit diesem Zeitpunkt ist der US-Dollar losgelöst von irgendeiner Deckung, einfach nur Papier. Seit 1971 verlor der US-Dollar gegenüber Gold rund 97 Prozent an Wert.

Die Goldreserven Deutschlands wuchsen seit 1971 nur noch unwesentlich an. Das wirft die Frage auf, wo seit diesem Zeitpunkt die jährlich erzielten Export-Überschüsse eigentlich gelandet sind. Die über Jahre hinweg erzielten Überschüsse im Außenhandel befinden sich bis heute weit jenseits von 2 Billionen US-Dollar. Wo sind diese Gelder verbucht, wer verfügt darüber und kann auf diese „virtuelle Anhäufung“ im Falle eines Defizits zurückgegriffen werden?





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