Brüssel und Tokio könnten Goldpreis nach oben treiben

Goldkurs-


Die Antriebsfedern für einen fallenden Goldkurs scheinen schwächer zu werden und die Kräfte für steigende Preise erhalten offenbar einen kräftigten Zuschlag. Dank der Politik Europas und Japans könnte sich der Goldkurs wieder sehr rasch erholen und neue Höhen erklimmen.

Der Faktor Unsicherheit ist nicht weg, nur verlagert

Goldwert
Goldkurs auf unbekannten Pfaden

Wie schnell sich „die Zeiten“ ändern und die Situation sogar in das direkte Gegenteil verdrehen können, zeigt die Situation rund ums Gold. Japans Geldpolitik und Europas Bankenrettungs-Politik könnten die Karten für den Goldmarkt völlig neu durchmischen.

Noch vor wenigen Tagen galt die nahe Zukunft des gelben Edelmetalls als besiegelt. Von Kursrückgängen bis unter 1.400 Dollar pro Feinunze noch zum Jahresende war die Rede, womöglich werde das historische Hoch vom Herbst 2011 bei rund 1.900 Dollar einmalig bleiben. Die Großbanken Credit Suisse und Société Générale sehen eine Goldblase, die zum Platzen verurteilt ist. Die Goldpreis-Entwicklung seit Jahresbeginn 2013 könnte den beiden Großinstitutionen recht geben.

Völlig gegensätzlicher Ansicht sind die Goldexperten von Reuters GFMS. Demnach könnte Gold noch dieses Jahr die Marke von 1.800 Dollar durchbrechen. Das Experten-Team stützte die Prognosen eines steigenden Goldpreises auf die derzeitigen Entwicklungen innerhalb Europas sowie den weiterhin bestehenden Ängsten einer steigenden Inflation.

Die Einschätzungen von GFMS könnten nun eine kräftigte Unterstützung erhalten haben. In der Tat kann die Euro-Krise als noch längst nicht beendet gelten. Die Zypern-Rettung brachte unterm Strich lediglich eine Verlagerung der Unsicherheiten vom Bankensektor zu den Privatanlegern in ganz Europa. Letztendlich scheint sich schrittweise heraus zu kristallisieren, dass Zypern als eine Blaupause für künftige Rettungen dient und die ersten „garantiert unantastbaren“ 100.000,- Euro eines jeden Kontos lediglich separiert, aber nicht vor einem Zugriff aus „finalen Gründen“ gesichert sind.

Japans Notenbank wird nun tatsächlich ernst machen und die Notenpresse anwerfen und diese laufen lassen was das Zeug hält. Die seit Jahren lähmende Deflation im fernöstlichen Industrieland soll mit einer explosionsartigen Geldvermehrung gesprengt werden. Eine Geldflut, die in der Relation zu Wirtschaft sogar den Maßnahmen der US-amerikanischen Federal Reserve (Fed) um ein Vielfaches übertrifft.

Die bereits eingeleiteten und auch bald einsetzenden massiven Maßnahmen zur Beeinflussung der Wirtschaften stellten eigentlich eine sehr aussichtsreiche Grundlage für den Goldmarkt dar.

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Bild: tarifometer24.com

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