BIZ sieht Anleger und Sparer vor ernsten Problemen

Finanzkrise-


Die „zentrale Zentralbank“ BIZ warnte in ihrem neuesten Bericht vor weiteren Finanzmarktverwerfungen. Die Geldpolitik der Notenbanken müsse neu ausgerichtet werden. Vor allem Sparer und Anleger stehen aufgrund der weiter fallenden Zinsen vor ernsten Problemen.

Geschäft mit Anleihen und Negativ-Renditen floriert.

Euro Untergang
Zinsen geraten immer mehr unter Druck

Wieder einmal meldete sich die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zu Wort und sonderte an Politik sowie Finanzmärkte Warnungen vor weiteren Marktverwerfungen ab. Dennoch seien Wege offen für eine wirtschaftspolitische Neuausrichtung. Der Leiter der Währungs- und Wirtschaftsabteilung Claudio Borio erklärte: „Es ist empirisch belegbar, dass die Wirtschaft nach einer Finanzkrise wieder zu ihrer vorherigen langfristigen Wachstumsrate zurückfinden kann.“ Allerdings sei die Erwartung, „dass sie auch auf den vor der Krise verzeichneten Wachstumspfad zurückkehrt“, unrealistisch.

Einer größeren Rolle müsse nun der Aufsichts-, Fiskal- und Strukturpolitik zukommen, so die BIZ. Die eingeleiteten Maßnahmen müssten für langfristige Sicht ausgerichtet sein, damit teure finanzielle Auf- und Abschwünge gezielter verhindert werden könnten.

Den erneuten Rückgang der ohnehin schon sehr niedrigen Zinsen betrachtet die BIZ mit Unbehagen. Mitte Juni 2016 seien darüber hinaus global Staatsanleihen im Wert von fast 9 Billionen US-Dollar mit Negativ-Renditen gehandelt worden. „Die Grenzen des Undenkbaren werden immer weiter ausgedehnt“, so Borio.

Die BIZ ist der Ansicht, dass die Notenbanken ihr Potenzial fast schon erreicht haben. Sie seien nicht mehr dazu fähig, für die Realwirtschaft nachhaltige Impulse abzugeben. Die Volkswirtschaften werden zwar grundlegend von der expansiven Geldpolitik unterstützt, aber der Handlungsspielraum der Notenbanken werde immer geringer. Die Normalisierung der Geldpolitik werden zeitlich immer weiter nach vorne geschoben.

Die Märkte werden von Null- oder Negativ-Zinsen verzerrt. Sparer und Anleger stehen vor ernsthaften Problemen. Die Inflation verharre trotz der massiven Zentralbankmaßnahmen hartnäckig auf niedrigem Stand und das Wachstum der Produktion sei enttäuschend.

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