Bargeldvorliebe rückständig und verbohrt?

Bargeldabschaffung –


Die digitalen Bazahlverfahren via Smartphone und Co. haben im Bundesgebiet mit der Bargeldvorliebe der Einwohner einen starken Gegner. In China fristet das Bezahlen mit Scheinen und Münzen bereits ein „Restposten-Dasein“

Bargeld

Bargeld ist nach wie vor Garant für anonymes Einkaufen

Ist Bargeld bereits ein „alter Hut“?

Die Bundesbürger scheinen mit ihrer Vorliebe zu Bargeld verbohrt und rückständig zu sein. Zumindest könnte diese Aussage zwischen den Zeilen der Aussagen des Vorstandsmitglieds der Deutschen Bundesbank Burkhard Balz hinein interpretiert werden. Allerdings sprächen Eigenschaften auch für die weitere Verwendung von Bargeld.

In China ist Bargeld bereits „altes Eisen“

Während im Bundesgebiet noch überwiegend mit Scheinen und Münzen bezahlt wird, sind andere Länder bereits soweit, dass neben Bargeld auch schon die altgedienten Kreditkarten zum alten Eisen gehören. Balz berichtet von seinem Aufenthalt in China und resümiert, dass dort „Bargeld im Grunde nicht mehr gebraucht“ werde. Es sei bereits schwierig ein Restaurant zu finden, welches noch Kreditkarten akzeptiere. Gewöhnlich werden in China digitale Bezahldienste genutzt und die führenden Anbieter seien Alipay und WeChat Pay. Alleine WeChat habe im Dezember 2019 rund 1,15 Milliarden Nutzer aufweisen können. Dieser Zahldienstleister ging erst vor rund fünf Jahren an den Markt. Balz beschreibt WeChat als einen Rundum-Service für den Alltag. Neben Zahldienstleistung biete diese Plattform Chat mit Freunden, Termine beim Arzt, bis hin zu Reisebuchungen. Diese Welt müsse gar nicht mehr verlassen werden und darauf beruhe auch der enorme Zuspruch.

Fernost-Anbieter drängen nach Europa

Diese Dynamik in China werde lt. Balz auch Auswirkungen auf „uns“ haben. Alipay und WeChat Pay drängten inzwischen nach Europa und hier stehe insbesondere der deutsche Markt im Mittelpunkt. Hier stießen die beiden Zahldienstleister auf die Konkurrenz aus Übersee, insbesondere mit Google Pay und Apple Pay. Diese bauten ihre Marktanteile derzeit weiter aus. Aktuelle Umfragen ergaben einen Anteil von 4 Prozent für Apple und 5 Prozent für Google. Die besseren Karten werde voraussichtlich Apple Pay in den Händen halten, da in Kürze die Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Sparkassen mit Apple Pay kooperieren werden.

Smartphones sind sicherer als Bargeld

Das Bundesbank-Vorstandsmitglied hält die digitalen Zahldienste für sicherer als Bargeld. Für das Bezahlen werde kein Bargeld und auch keine physische Kreditkarte benötigt, es reichte einfach das Smartphone aus. Wird Bargeld einmal gestohlen, so ist es weg. Ein gestohlenes Smartphone sei dagegen nur über PIN oder dem persönlichen Fingerabdruck möglich, so Balz. Die Deutschen erkennen inzwischen die Bequemlichkeit dieser Zahlverfahren. Mit dabei seien nicht nur jüngere Konsumenten. Inzwischen können Beträge im Bereich von 25 und 50 Euro auch kontaktlos bezahlt werden. Das Smartphone müsse nur hingehalten werden. „Das ist schon sehr praktisch für schnelle Einkäufe“, so Balz.

„Bargeld funktioniert auch ohne Strom“

Noch legten die Deutschen in der Bargeldnutzung einen hohen Wert, während in Schweden das Bargeld schon fast vollständig verdrängt sei. Dennoch habe Bargeld gegenüber den digitalen Zahlverfahren Vorteile. Bargeld sichere die Anonymität und es funktioniert auch ohne Strom. Balz geht davon aus, dass es im Bundesgebiet noch lange Bargeld geben werde, auch wenn sich bargeldloses Zahlen weiter verbreiten werde. Bargeld stelle noch immer „ein wesentliches Stück individueller Freiheit“ dar.

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