Bargeld & Negativzinsen – Für Konsumenten wird es rauer

Finanzmärkte –


Die Zeiten für den womöglich noch sparenden Konsumenten werden immer rauer. Parallel zur langsamen aber sicheren Verbreitung von Negativzinsen für Normal-Guthaben soll dem Bargeld die Attraktivität genommen werden.

Geldkassette

Konsumenten sollen Negativzinsen nicht ausweichen können

Mehrheit will dennoch an Bargeld festhalten

Die langsame Etablierung von bargeldloser Bezahlung und die ebenso schleichende Umsetzung von Negativzinsen für Bankguthaben auch für kleinere Beträge scheinen Hand in Hand zu gehen. Zwar dominiert im Bundesgebiet noch immer das Bargeld, aber der Anteil ging in den vergangenen Jahren bereits merklich zurück.

Etwas mehr als die Hälfte (51,1 %) bevorzugt beim alltäglichen Einkauf und einem Betrag von 20 Euro das Bargeld, so das Ergebnis einer vom Vergleichsportal Verivox beauftragten Studie. Die Bargeldvorliebe zeige sich vor allem bei den älteren Menschen im alter über 50 Jahre. In dieser Altersgruppe sehen bei Beträgen von 20 Euro fast 64 Prozent in Bargeld das Zahlungsmittel erster Wahl. Der Blick auf die Altersgruppe unter 30 zeigt jedoch bereits eine Vorliebe für die Plastikkarte. Fast die Hälfte (49,4 %) zahlt mit der Girocard. Lediglich 40 Prozent in dieser Altersstufe nehmen für Beträge in Höhe von 20 Euro noch Bargeld in die Hand.

Es scheint, dass vor allem die Bezahl-Geschwindigkeit trumpft. Immer mehr Karten enthalten einen NFC-Chip, der ein kontaktloses Bezahlen ermöglicht. Hier reicht es bereits aus, die Karte hinzuhalten. Die Eingabe einer PIN entfällt. Die Deutsche Bundesbank bescheinigte bereits dem Bezahlen mit Bargeld an der Kasse die schnellste Abhandlung, aber nur gegenüber den Kartenzahlungen mit PIN oder gar erforderlichen Unterschrift. Noch schneller ginge es mit kontaktlosem Bezahlen. Dann bliebe aber noch die Gegenüberstellung der Kosten. An diesem Punkt kann Bargeld nach wie vor trumpfen.

Trotz der wachsenden Zahl von Zahlungsdienstleistern hält lt. Umfrage eine Mehrheit am Bargeld fest. Rund ein Drittel (33,4 %) könne sich vorstellen, in der Zukunft ausschließlich eines der bargeldlosen Verfahren zu nutzen.

Langsame Etablierung Negativzins für Bankguthaben

So „ganz nebenbei“ führen immer mehr Banken nach einer Phase der Null-Zinsen nun die Negativzinsen für Bankguthaben ein. Entweder auf direktem Wege als markantes „Minuszeichen“ oder eben indirekt über kreativ gestaltete Kontoführungsgebühren. Der Negativzins ist ohnehin kein Novum mehr und gilt schon bei zahlreichen Kreditinstituten für Bankeinlagen im höheren Bereich. Diese Schwelle scheint nun immer weiter abzusinken. So stellte Verivox die Bremische Volksbank vor, die nun einen Negativzins von -0,5 Prozent für Privatgirokonten einführte. Bei vier Kontomodellen gelte ein Freibetrag von 5.000 Euro und beim „Premium-Angebot“ immerhin 10.000 Euro. Alles was darüber liegt wird vom Negativzins geschrumpft, parallel zur Geldentwertung durch die Inflation. Sollte dieser Vorstoß Schule machen, dürften immer mehr Bankkunden ihre Einlagen abziehen, in spekulativen Anlagen umsteigen, oder das Bargeld schlicht unterm Kopfkissen einlagern. Entsprechende Maßnahmen zur Verhinderung des weiteren Abzugs des von den Banken dringend benötigten Kapitals dürften nicht ausbleiben.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat bereits ein Konzept vorgestellt, mit der nach Einführung umfassender Negativzinsen auch „Bargeldliebhaber“ geschröpft werden können. Damalige Chefin des IWF war Christine Lagarde. Heute ist sie Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB).

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