Anlagestrategie: Portfolio für 2013 breiter aufstellen

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Das Jahr 2013 wird wiederholt für Veränderungen an den Märkten sorgen. Obwohl im vergangenen Jahr die hohen Wogen der Staatsschuldenkrise für erhebliche Verwerfungen sorgten, konnten mit Aktien und auch weiteren Vermögensanlagen meist Gewinne erzielt werden. Für das nächste Jahr gilt dennoch ein Umdenken zur Anlagestrategie.

„Für 2013 breitere Aufstellung im Anlageportfolio“

Anlagestrategie 2013
Anlagestrategien 2013
Bild: s.media / pixelio.de

Für Anleger und Spekulanten wird auch das Jahr 2013 zahlreiche Möglichkeiten zum erwirtschaften attraktiver Renditen bieten. Dennoch müsse das Anlageportfolio breiter aufgestellt werden, so Dr. Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Geschäftskunden der Deutschen Bank.

Im Rückblick auf das Jahr 2012 haben sich fast alle Anlageklassen trotz gedämpfter Wachstumsaussichten und anhaltender Staatsschuldenkrise positiv entwickelt, erklärte Stephan. Demnach konnte u.a. mit dem Dax seit Jahresanfang en Zuwachs von über 20 Prozent erzielt werden. Mit einem Plus von rund 10 Prozent konnte sich sogar der Euro Stoxx 50 mit Papieren aus der Eurozone behaupten.

Aktien aus den USA
Aktien aus den US-Märkten sollten auch 2013 ein Bestandteil des breit gefächerten Portfolios sein. Der Chef-Anlagestratege begründet dies mit dem klaren Wahlsieg von Präsident Barack Obama und der voraussichtlichen Einigung zu einem Kompromiss für Leistungskürzungen und Steueranhebungen zwischen den Demokraten und Republikanern. Andernfalls würden „automatische Maßnahmen in Kraft treten“, die der Konjunktur schaden könnten. Eine Umschiffung der „Fiskalischen Klippe“ würde den Unternehmen neue Impulse verleihen, so Stephan.

Wende in den Schwellenländern
Die im Jahr 2012 stagnierten Entwicklungen in den Schwellenländern werden sich 2013 zu einem stärkeren Wachstum wenden und die durchschnittliche Verschuldung dieser Länder weiterhin reduzieren, erklärte Stephan. Positive Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Reformen erwartet Stephan durch den Regierungswechsel in China. Den konjunkturellen Anreizen werde dadurch mehr Spielraum gegeben.

Entwicklungen in der Eurozone
Für den Anlagestrategen der Deutschen Bank wurde ein drohender Zusammenbruch der Eurozone bereits abgewendet. Für Stabilisierung sorgte der Euro-Rettungsfonds ESM und die Bereitschaft der Europäischen Zentralbank (EZB), von Krisenstaaten unter Auflagen unbegrenzt Staatsanleihen zu kaufen. Zusätzlich bekannte sich die Politik Europas wiederholt klar zum „Projekt Währungsunion“. Diese Faktoren festigten die Lage an den Märkten und könnten 2013 für positive Überraschung sorgen. Das gelte sogar für die Euro-Länder in Südeuropa.

Anlagestrategie für 2013
Dr. Stephan empfiehlt für das kommende Jahr eine breitere Aufstellung zum Anlageportfolio als noch im vergangenen Jahr. Für defensive Sektoren am Aktienmarkt könnten eine Rücknahme ihres Übergewichts vorgenommen werden. Nur noch ein geringes Potenzial gäbe es in den Sektoren Getränke und Nahrungsmittel. Ebenso scheint auch der Bereich Gesundheitswesen an Attraktivität zu verlieren. Bessere Aussichten böten dagegen Versicherungen und Banken.

Strategien alternativer Anlageklassen
Wer als Anleger etwas Risikobereitschaft mitbringt, könnte zur besseren Streuung im Portfolio auf Fremdwährungen zurückgreifen. Auch ein kritischer Blick auf Unternehmensanleihen im Rentenportfolio könnte sich lohnen, so Stephan. Hochwertige Non-Financial-Anleihen aus Europa würden nur noch wenige Renditen einbringen und gelten daher nicht mehr als besonders attraktiv. Für den Goldpreis sieht der Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank aufgrund niedriger Zinsen und den fortgesetzten Aufkäufen durch Zentralbanken ein weiteres Aufwärtspotenzial.


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