Angestiegene Geldmenge Oktober 2018 – Antrieb für Inflation

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Die Geldmenge innerhalb der Eurozone kletterte binnen eines Jahres um 6,8 Prozent an. Gute Voraussetzungen für eine beschleunigte Inflation.

Geldmenge

Geldmenge steigt immer weiter an – Antrieb für Inflation

Im Oktober 2018 stagnierte Zuwachs Kreditvergaben an „Realwirtschaft“

Die Inflationsentwicklung hängt u.a. mit der im Umlauf befindlichen Geldmenge zusammen. Je mehr Geld zur Verfügung steht, desto eher kann die Inflation anziehen. Neben der Geldmenge ist auch noch die Umlaufgeschwindigkeit ausschlaggebend. Wird eine ansteigende Geldmenge überwiegend nur gehortet, dann bleibt in der Regel der preistreibende Effekt aus. Die Voraussetzungen für einen deutlicheren Anstieg der „Teuerungsrate“ werden innerhalb der Eurozone augenscheinlich immer besser. Lt. dem Monatsbericht der EZB für Oktober 2018 stieg die zusammengefasste Geldmenge (M3) gegenüber dem Oktober im Vorjahr um 3,9 Prozent an. Zur gefassten Geldmenge M3 zählen die Geldmengen-Kategorien M1 und M2 sowie Wertpapiere und Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von bis zu 2 Jahren.

Im gleichen Zeitraum klettere die Geldmenge der (Teil-) Kategorie M1 auf Jahressicht um 6,8 Prozent an und blieb damit auf gleicher Höhe wie die jährliche Entwicklung im September. Innerhalb der Geldmenge M1 sind Anteile des schnell verfügbaren Geldes zu finden, wie Bargeld, Girokontoeinlagen, Tagesgelder. Die Geldmenge M2 enthält die Anteile von M1 sowie Einlagen mit einer Laufzeit (Termingelder) von bis zu 2 Jahren und Spareinlagen mit einer Kündigungsfrist von bis zu drei Monaten.

Mit den von der EZB eingeleiteten „geldpolitischen Sondermaßnahmen“ sollte u.a die Kreditvergabe an die „Realwirtschaft“ beschleunigt werden. Der Zuwachs der Kreditvergaben an Unternehmen stagnierte von 4,3 Prozent im Vormonat auf 3,9 Prozent im Oktober. Der Zuwachs bei den Kreditvergaben an Privathaushalte blieb stabil bei 3,2 Prozent.

Auf der einen Seite waren die jährlichen Zuwächse der Kreditvergaben an die „Realwirtschaft“ zwischen den Monaten September und Oktober 2018 zwar rückläufig, aber der Zuwachs von 6,8 Prozent beim „schnell verfügbaren“ Geld gegenüber dem Vorjahres-Oktober bietet dennoch einen guten Nährboden für schneller ansteigende Preise.


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