Alte Fakten und neue Erkenntnisse trugen zum Goldpreisanstieg bei

Goldmarkt August 2015-


Der Goldkurs wird offenbar von der Erkenntnis lang sichtbarer Fakten getragen. Die Analysten scheinen ihre Karten der Erwartungen und Prognosen neu zu mischen. Die eigentlich seit Monaten offensichtlich schwächelnde Wirtschaft Chinas manifestiert sich in den Köpfen der Marktbeobachter und -akteure.

Kursziel Gold

Für den Goldmarkt könnte sich eine neue Lage der „Ansichten“ bilden

Fed relativiert den September als Monat für Zinsanhebungen

Mit der Abwertung des Yuan durch die Chinesische Notenbank (BOC) scheint durch die Köpfe der Marktteilnehmer der zündende Funke gefahren zu sein. Die internationalen Börsenplätze reagierten auf die Wechselkurs-Korrektur verschnupft, die US-Notenbank relativiert den September als Termin für Zinsanhebungen und die US-Wirtschaft ist mit dem Reich der Mitte zu eng verknüpft, um die möglichen Folgen einer stagnierenden Konjunktur in Fernost pragmatisch übersehen zu können.

Die Rohölpreise zeigen es eigentlich seit rund einem Jahr mehr als deutlich. Dem Überfluss des Angebots stehen zu wenig Abnehmer gegenüber. Abschwächende Wirtschaften zeigen einen abflauenden Hunger auf Energieträger und China zählt zu den hungrigsten Ländern der Erde.

Der Goldpreisanstieg zeugt von einer steigenden Verunsicherung an den Märkten, aber die Nachhaltigkeit müsste erst noch unter Beweis gestellt werden. Ein im Wechselkurs gefallener Yuan resultiert in teureren Preisen für das international in US-Dollar gehandelte Gold. Der Goldumsatz an der Shanghai Gold Exchange zeigt ohnehin seit Wochen sehr zurückhaltende Edelmetallhändler und steigende Goldpreise könnten für weitere Dämpfer sorgen. Chinas Börsen durchlebten Ende Juli einen kräftigen Einbruch, die Liquidität für den Goldeinkauf versickerte zu einem erheblichen Anteil im Erdboden.

Für einen weiteren Anschub des Goldpreises könnte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sorgen. Das hoch gehängte Transparent über „zeitnahe Zinsanhebungen“ wurde vom Fed-Vize Stanley Fischer ein Stück weit nach unten geholt. Der im vergangenen Jahr als Favorit gehandelte Monat Juni ist nach Bekanntgabe der US-Konjunkturentwicklung in den ersten drei Monaten des Jahres jäh geplatzt.

Es folgte der September als neuer Top-Favorit für Zinsanhebungen und die Fed nährte die Analysten-Einschätzungen fleißig mit den süßen Klängen der Zufriedenheit über die Wirtschaft. Fischer relativierte nun den September im Interview mit dem Finanzdienstleister Bloomberg. Demnach seien die Arbeitsmarktdaten sehr positiv zu bewerten, aber die Inflationswerte spielten nicht so mit wie sie eigentlich sollten. In einer solchen Situation dürfe man nicht zu frühzeitig zu handeln. Man müsse die Situation abwarten, in der die Beschäftigungszahl und die Inflationswerte als „normal“ angesehen werden können.

Am Dienstag sprang der Goldpreis um kurz vor 10 Uhr auf über 1.115 Dollar hoch und setzte seine anschließende waagerechte Tour bei rund 1.110 Dollar bis zum späten Abend fort. Zum Handelsschluss notierte eine Feinunze (31,1 Gramm) bei 1.109 Dollar.



  Goldanbieter

Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen
Beitrag anderen Menschen mitteilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.