Kurze Dax-Hype im September ließ Privataktionäre unberührt

Anlegerreaktionen Dax-


Der kurzfristige Boom zum Dax in den Septemberwochen ließ die Anleger nicht aus ihrer Ruhe bringen. „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“, dem Aufwind wurde nur geringes Vertrauen geschenkt. Privatanleger bevorzugten die Gewinnmitnahme statt die Depots mit neuen Beständen zu füllen.

Der ansteigende Dax konnte Privatanleger nicht umstimmen

comdirect
Steigender Dax ließ Anleger kalt

Die Trader-Kunden der comdirect scheinen der „Lage nicht zu trauen“. Der steigende Dax kann die Privatanleger offensichtlich nicht davon überzeugen, verstärkt auf Kauflaune umzuschwenken. Mit dem aktuellen comdirect Brokerage Index zeigt sich bei den Depot-Inhabern eine deutliche Zurückhaltung.

Der deutsche Leitindex legte in den ersten drei Handelswochen im September um rund 500 Punkte zu. Eigentlich positive Anzeichen, um sich für höhere Kaufaktivitäten zu engagieren. Dennoch berichtet comdirect von „zusehenden statt kaufenden“ Privatanlegern. Vielmehr nutzten die Depotinhaber die Gunst der Stunde, um mit dem gestiegenen Kursniveau auf über 7.400 Punkten einen merklichen Gewinn mitzunehmen.

Die Verkaufsbereitschaft überwog im September wie bereits im Vormonat dem Willen das Depot weiter aufzustocken. comdirect kommt aus diesem Grund für den September auf nur einen leicht gestiegenen Brokerage Index von 91,4 Punkte (August 90,0 Punkte).

Das Misstrauen gegenüber den Märkten überwiegt
Nur wenige würden derzeit auf eine größere Einkaufstour gehen, erklärte Stefan Wolf, Produktmanager Trading bei comdirect. Vielmehr sind Privatanleger den derzeitigen Entwicklungen gegenüber überwiegend misstrauisch eingestellt. Es fehle an der Aussicht für eine solide Entwicklung für ein langfristiges Engagement. Das kleine „Kursfeuerwerk“ konnte die Mehrheit nicht dazu bewegen, ihre zurückhaltende Position aufzugeben.

Die angekündigten Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hätten lediglich bei kurzfristig orientierten Anlegern für mehr Motivation gesorgt. Das Produktmanagement der comdirect konnte jedoch feststellen, dass Anleger an den Tagen wichtiger Entscheidungen verstärkt mit Bankaktien gehandelt haben. Für einen weiteren Peak konnte darüber hinaus der Verkaufsstart des iPhone 5 von Apple sorgen. Bei Apple-Aktien war eine verstärkte Nachfrage festzustellen.

Fonds weiterhin auf der Abstoß Liste
Seit der Auflegung des Brokerage Indexes war im September mit dem Wert von 42,7 Punkten der niedrigste Stand erfasst worden. Im August hielt der Fondsanteil den Index noch auf 57,7 Punkte. Dieser Trend hält bereits seit Monaten an, so Wolf. Die Privatanleger zögen sich nachhaltig aus Fonds zurück.

Eine umgekehrte Bewegung wurde im September für Rentenpapiere festgestellt. Der Index stieg vom Augustwert 38,7 Punkte auf 49,2 Punkte im September an. Aus der erkennbaren Erholung der Assetklasse Anleihen sieht Wolf ein Ende der massiven Verkäufe, die durch den Schuldenschnitt und dem Zwangsumtausch von Griechenland-Bonds ausgelöst wurden.

Neue Situationen erfordern anpasste Strategien

Privatanleger lassen sich offensichtlich nicht so leicht ins „Boxhorn jagen“. Zu verworfen, zu viele Enttäuschungen, zu viele unerfüllte Ankündigungen begleiten bereits den Weg aller scheinbaren Euro-Rettungsversuche. Die bisherigen Leuchtfeuer im „Euro-Theater“ entpuppten sich schnell als kurze und obendrein feuchte Zündhölzer. Große Ankündigungen, kaum sichtbare Auswirkungen in die propagierte Richtung und rasche Verpuffung in die Bedeutungslosigkeit.

Ein gebranntes Kind wird vorsichtig. Nach wie vor sind auch für den Privatanleger die Wege für lukrative Renditen offen. Lediglich Umdenken und eine angepasste Strategie sind erforderlich. Die comdirect Depotkunden scheinen die Zeichen der Zeit erkannt zu haben.

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