Zukunftsängste lassen Rufe zur Rentenreform lauter werden

Zukunftsängste Altersarmut-


Das Rentensystem scheint sich in einer Vorstufe von schwerwiegenden Änderungen zu befinden. Bürgern und Politik sind sich durchaus bewusst, dass der Generationsvertrag trotz bereits durchgeführten Reformen in seiner aktuellen Konstellation keinen Bestand haben kann. Die ersten Ansätze zur Abwendung einer drohenden Altersarmut seitens der Bundesregierung werden bereits debattiert, können aber die ansteigenden Zukunftsängste der Bundesbürger nicht eindämmen.

Bundesbürger fordern mehrheitlich eine Rentenreform

Angst um Familie
Angst Nr.1: Familie & Zukunft
Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Die Gothaer Versicherungen trägt durch eine Studie, durchgeführt von Forsa, zu Tage, dass den Menschen in Deutschland sehr bewusst ist, welche Risiken sie in der Zukunft erwarten werden.

An vorderster Stelle haben sich die Ängste um die Familie in der Zukunft sowie das Befürchtungen um den sozialen Abstieg herausgestellt, der letztendlich in eine Altersarmut führen könnte. Als treibende Kraft dieser Entwicklungen erkennt eine steigende Anzahl der Bürger die mangelende Gerechtigkeit am Generationsvertrag.

Klar erkennbar wäre inzwischen die Umkehrsituation gegenüber dem Ursprungsgedanken von einer Mehrzahl einzahlender Arbeitnehmer für eine Minderheit von Rentnern und Ruheständler. Mit 90 Prozent der Befragten fordert eine große Mehrheit die Rentenreform.

Eine zukünftig zu stark belastete junge Generation sehen 41 Prozent der befragten Bürger aufgrund des ungerechten Generationsvertrags. Die Anhebung des Rentenalters sowie die Erhöhung der Rentenbeiträge werden jedoch als Bestandteil einer Rentenreform mehrheitlich abgelehnt. Dafür sollten Selbstständige und Beamte verstärkt in das bestehende Rentensystem mit einbezogen werden. (83 Prozent). Eine Querfinanzierung der Rente durch Steuermittel würden 58 Prozent der Bürger befürworten.

Die notwendige Altersvorsorge scheitert offensichtlich mangels verfügbaren Geldes. Immerhin wurde bei der Befragung das Fehlen von ausreichenden finanziellen Mitteln als Hauptgrund angegeben (77 Prozent). Mit 39 Prozent hegen mehr als ein Drittel Zweifel an der Produktsicherheit und verzichten deshalb auf die private Altersvorsorge. Dabei ist den Befragten mit 73 Prozent sehr wohl bewusst, dass im Rentenalter mit weniger Geld ausgekommen werden muss.

Dem demografischen Wandel etwas entgegen setzen

Zur Studie nimmt Gothaer Versicherungen klar Stellung, dass die Mehrheit der Bundesbürger die drohende Altersarmut bereits erkennt und die nachwachsenden Generationen die auflaufenden Probleme durch den demografischen Wandel kaum mehr bewältigen können.

Aus der Sicht des Versicherers führt eine notwendige Rentenreform nur dann zum Erfolg, wenn auf mittlerer Sicht ein Transfer zu einem Großteil aus einer Kapitaldeckung besteht. Die staatliche Förderung könne dabei als ein wichtiger Anreiz dienen, sollte aber nicht durch einen Versicherungszwang einhergehen, das nur in Signalen einer falschen Sicherheit resultieren würde. Dabei wäre die Förderung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) in den Vordergrund zu stellen. Mit dieser Form könne die Vielzahl der Menschen erreicht werden.

Für Rentenreform sind klare Wege der Bundesregierung Voraussetzung

Die grundsätzliche Reform des Rentensystems ist ein Muss. Das stünde völlig außer Frage. Die gezeigten Bemühungen der Bundesregierung, die vorprogrammierte Altersarmut vorzeitig abzuwenden, resultieren derzeit noch in einer Offenbarung von Hilflosigkeit.

Dennoch wird hartnäckig am bisher altbewährten Muster festgehalten. Gewisse Stichwörter wie „Rentenzuschuss“ werden in die Welt gesetzt, hübsch verpackt und als „die Lösung in der Not“ präsentiert. Die nahezu sichere Wirkungslosigkeit bleibt hinter vorgehaltener Hand, denn diesen „Rentenzuschuss“ bekämen lediglich die heutigen Geringverdiener, die sich um eine private Altersvorsorge kümmerten.

Ausgerechnet die Kleinverdiener gehören zur Gruppe, die von ihrem geringen Einkommen kaum einen Euro für die Rentenversicherung abzweigen können.

Dieser Trend wird sich aller Voraussicht fortsetzen. Der Armutsbericht spricht eine klare Sprache. Darüber hinaus stellte der WSI bereits fest, dass die „zukünftige Altersarmut“ sich selbst überholte und schon seit Jahren täglich zur Gegenwart gehört.



Die Gothaer Versicherungs-Angebote im Überblick

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