Vorsorge: Betongold löst Riester, LV und Co. langsam ab

Betongold Altersvorsorge-


Kapital-Lebensversicherung und Riester Rente scheinen in den Augen der deutschen Bevölkerung als Vorsorgemaßnahme langsam die Zepter abzugeben. Das Interesse gegenüber Betongold in Form von Eigentumswohnungen und -häusern ist dagegen stark angestiegen.

Rentenalter

Die meisten Deutschen gehen für die Zukunft von steigender Altersarmut aus

Stark gestiegenes Interesse an „Betongold“ als Altersvorsorge

Das Interesse an die Riester Rente sank rapide. Die klassischen Rentenprodukte verloren aufgrund der niedrigen Zinslage an Attraktivität. Doch die drohende finanzielle Versorgungslücke im Ruhestand bleibt. Die Szenarien einer immer älter werdenden Gesellschaft sowie die hohe Anzahl der Niedriglohn-Beschäftigungen beschreiben sogar einen Anstieg der Risiken, letztendlich in die Altersarmut zu rutschen.

Die bisherigen Entwicklungen in den Finanzmärkten haben bereits tiefgreifende Veränderungen bei der Bevölkerung hervorgerufen. Die Bereitschaft für eine private Altersvorsorge ist stark eingebrochen. Bereits rund die Hälfte aller berufstätigen Bundesbürger sieht von einer Erweiterung der privaten Altersvorsorge ab.

Ein weiterer Effekt der Niedrigzinsphase ist die Umorientierung der Menschen, die dennoch für ihr Alter vorsorgen wollen. Der Schwerpunkt hat sich deutlich in Richtung Immobilien verlagert. Inzwischen beabsichtigt ein Drittel aller Berufstätigen den Kauf oder Bau einer Wohnung bzw. eines Hauses für die Eigennutzung. Gegenüber dem Zeitraum vor fünf Jahren ist das Interesse an Immobilien zur Vorsorge um rund 50 Prozent angestiegen. Auf dieses Ergebnis zum Verhalten der Deutschen zur Altersvorsorge kommt eine Studie der Postbank.

Inzwischen hat der Wunsch nach den eigenen vier Wänden als Vorsorgemaßnahme den herkömmlichen Altersvorsorgeprodukten den Rang abgelaufen. Danach folgen der Bausparvertrag sowie der Immobilienerwerb zur Vermietung. Die verschiedenen Varianten des „Betongoldes“ nehmen somit die ersten drei Plätze ein.

Die Sorge vor einer Altersarmut ist stark präsent

Über drei Viertel der Deutschen geht davon aus, dass bereits heute zahlreiche Menschen von der Altersarmut betroffen sind. Von einem weiteren Anstieg der Armut im Alter gehen 89 Prozent der Bürger aus. Eine Kürzung der Rentenbeiträge trotz derzeit voller Rentenkassen wird von zwei Drittel der Deutschen abgelehnt.

Auf der anderen Seite wird eine verbesserte Unterstützung für den Erwerb von Eigenheim gefordert. Ab 2014 gelten die Anpassungen zur sog. Wohn-Riester. „Sicherlich ein erster richtiger Schritt“, so Dieter Pfeiffenberger, Bereichsvorstand Immobilienfinanzierung der Postbank. Derzeit herrsche in Deutschland die Gefahr einer gefährlichen Abwärtsspirale für die gesamte Altersvorsorge.

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