Viele Lebensversicherer offenbar vor finanziellem Aus

Altersvorsorge-


Die seit Jahren vorherrschende Niedrigzinspolitik hat die Lebensversicherer offenbar stärker belastet als bisher angenommen. Verbraucherschützer warnen inzwischen vor einem möglichen Zusammenbruch zahlreicher Unternehmen einer privaten Altersvorsorge.

Panikreaktion der Kunden könnte Kollaps einleiten

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Versicherern läuft wohl die Zeit davon

Zahlreiche Lebensversicherer scheinen nach Jahen der Niedrigzinsen an den Kapitalmärkten inzwischen auf finanziell sehr wackeligen Beinen zu stehen. Die Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) warnen vor der Möglichkeit, dass einige Versicherungsunternehmen unter die gesetzlich vorgeschriebene Eigenkapitalquote fallen könnten, falls nicht binnen weniger Monate für eine zusätzliche Finanzierung gesorgt werde. Es drohe eine Abwicklung, wie Handelsblatt berichtete. Die VZBV reagierte demnach auf einen Bericht des Bundesfinanzministeriums.


Sollte eine Lebensversicherung in eine wirtschaftliche Schieflage geraten, so könnten die Unternehmen Kürzungen an den vertraglich festgelegten Leistungen vornehmen. Am Ende sei sogar ein Totalverlust möglich, da die zur Unterstützung von Lebensversicherer geschaffene Sicherungseinrichtung „Protektor“ nach einer durchaus denkbaren Panikreaktion zahlreicher Kunden völlig überlastet werden könnte. Dieses Risiko sei zum Beispiel bei einem Zusammbruch mehrerer Versicherer durchaus existent.

Am Mittwoch entschied der Bundesgerichtshof (BGH), dass die teils drastische Kürzung bei der Beteiligung an der Bewertungsreserve durchaus rechtens sei.

Die mögliche Kürzung von Lebensversicherungsleistungen (Altersvorsorge) wird u.a. geregelt vom „Gesetz über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen“ (VAG §314). „Alle Arten von Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des Versicherungsscheins sowie Vorauszahlungen darauf, können zeitweilig verboten werden. […] Die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterzuzahlen, wird durch die Herabsetzung nicht berührt.“


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