Versicherungsverband verteidigt Lebensversicherungs-Reform

Lebensversicherungs-Reform-


Die Neuregelungen im Rahmen der Lebensversicherungs-Reform waren Notwendig, sorgten für mehr Gerechtigkeit und stärkten die Branche, so der GDV. Nach wie vor sei die Lebensversicherung für Deutschland unverzichtbar.

Renteneintritt

Die klassische Lebensversicherung wird auch nach ihrer Reform eisern verteidigt

„Es dauerte eine Weile, die Reform verständlich zu machen“

Die Reform der Lebensversicherung sei notwendig gewesen und die neuen Regeln stärkten die Lebensversicherungsbranche und bringe mehr Sicherheit für alle, so Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), zum Fachmagazin Versicherungswirtschaft. Die Neuregelungen bieten neue Chancen und trotz einiger Einschnitte hätten die Versicherungsunternehmen jeden Grund, mit Selbstbewusstsein in die Zukunft zu blicken.

Erdland ist überzeugt, dass die Unternehmen und Kunden von der Reform der Lebensversicherung profitieren. Die neuen Regelungen zu den Anteilen der Bewertungsreserven schaffen mehr Gerechtigkeit und kommen der großen Mehrheit, die über einen langfristigen Zeitraum in der Versichertengemeinschaft bleiben, zugute. Im Gesamten stelle das neue Gesetz die „Eigenkräfte der Versicherungswirtschaft“ im Gesamten wieder her.

Es habe eine Weile gedauert, bis der Öffentlichkeit das Anliegen der Lebensversicherungsbranche verständlich gemacht werden konnte. „Berechtigte Argumente“ müssen verständlich vermittelt werden und dies habe die Branche im Zuge der Lebensversicherungs-Reform gelernt. Es mit der Zeit „immer besser gelungen, das komplexe Thema des Entstehens und der Folgen der Bewertungsreserven verständlich zu machen“, so Erdland.

Die Lebensversicherung sei ein Produkt, das „sozial und wirtschaftspolitisch in Deutschland unverzichtbar ist und mehr denn je gebraucht wird“, so das Fazit vom GDV-Präsidenten.

Die Lebensversicherungs-Reform geht weit über Bewertungsreserven hinaus

Ob die Öffentlichkeit auch nach dem Inkrafttreten der Lebensversicherungs-Reform Verständnis für die vorgenommenen Einschnitte hat, kann bezweifelt werden. Fraglich ist auch das vollständige Vordringen aller vorgenommenen Kürzungen und den neu vergebenen „Freiheiten“ an die Unternehmen, weitere Streichungen bei Bedarf vornehmen zu können.

Die größten Hürden dürften die Versicherungen und ihre Repräsentanten mit den Kritiken der Verbraucherschützer überwunden haben. Am Ende ginge es ohnehin nur um die Verständnisfrage, nicht jedoch um die politische Durchführbarkeit der Anpassungen zugunsten der Branche. Die Zeit zwischen dem ersten Gesetzesentwurf und dem Inkrafttreten des Reform-Gesetzes war rekordverdächtig kurz.

Die Bewertungsreserven wurden in der Tat schon seit einer geraumen Zeit kontrovers diskutiert und das hat sich in das Bewusstsein der Öffentlichkeit eingebrannt. Geradezu stiefmütterlich wurden jedoch die Themen über mögliche Kürzungen von Dividenden-Ausschüttungen, die Absenkung des Garantiezinses und die höhere Beteiligung der Kunden an den Risikoüberschüssen behandelt. Die neuen Regelungen gehen weit über die bloße Behandlung der Bewertungsreserven hinaus.

Auch die scheinbare Berufung auf Gewohnheitsrecht festigt noch längst nicht das Altersvorsorgeprodukt Lebensversicherung in seiner Position. Seit Jahren geht es mit der klassischen Variante der Altersversorgung steil bergab. Im Jahr 2013 fand die Ablösung der Lebensversicherung an der Spitze durch die Rentenversicherung statt.



Top Schutzbrief 728x90

Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.