Versicherer blicken mit durchwachsender Stimmung in die Zukunft

Konjunktur –


Die Stimmung der „Market-Maker“ in den Bereichen Investment und Versicherungen ist durchwachsen. Niedrigzinsen und eine abflauende Konjunktur trüben die Zuversicht ein. Hoffnung wird in die Entwicklung neuer Finanzprodukte und vor allem in die Digitalisierung gelegt.

Finanzmarktanalysen

Firmenmanager der Versicherungs- und Investmentunternehmen sind gemischter Stimmung

Versicherer blicken noch mit aufgehellter Stimmung in die Zukunft

Gemischte Stimmung bei den Teilnehmern der Jahreskonferenz Volkswirtschaft und Finanzmärkte zur erwarteten konjunkturellen Entwicklung im kommenden Jahr. Auf der einen Seite blickten die Manager der Assekuranzen im dritten Quartal 2018 mit mehr Zuversicht auf die kommende Geschäftsentwicklung, aber dennoch wird allgemein erwartet, dass der Rückenwind aus der allgemeinen Konjunktur abflauen wird. Die große Mehrheit der befragten Firmenmanager in der Versicherungsbranche erwarte einen wesentlich besseren Geschäftsverlauf in den nächsten sechs Monaten, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit Bezug auf die Daten des Münchner ifo Instituts.

Der lang anhaltende Boom neige sich trotzdem langsam dem Ende zu und die Konjunktur werde an Bedeutung verlieren. Elga Bartsch, Chefvolkswirtin der Investmentgesellschaft Blackrock, geht davon aus, dass sich der Konjunkturzyklus am Übergang von der Mittel- zur Spätphase befinde. Auch Thomas Mayer, Direktor des Flossbach von Storch Research Institute Köln geht von einer relativ sicher eintretenden Wachstumsrezession aus.

Positive Effekte von Digitalisierung erwartet

Rund drei Viertel der Versicherungsunternehmen erwarten von der Digitalisierung positive Effekte auf ihre Geschäfte. Weitere Wachstumsimpulse werden von der Umstellung ihrer Produktpalette erhofft, wie z.B. die neuen Lebensversicherungen mit flexiblen Garantien.

Niedrigzinsen werden weiterhin eine Belastung bleiben

GDV-Chefvolkswirt Klaus Wiener geht von einer Fortsetzung der Niedrigzinsphase innerhalb der europäischen Länder aus. Die Renditen von Bundesanleihen werden voraussichtlich weiterhin sehr gering ausfallen, während es bei den US-Staatsanleihen im Laufe dieses Jahres teils spürbar aufwärts ging. „Der transatlantische Zinsverbund ist gestört“, so Wiener. Im Jahr 2019 werde wahrscheinlich angesichts der Konjunkturaussichten und der anhaltenden Anleger-Flucht in sichere Anlagen eine Trendwende ausbleiben. Die Versicherer müssten sich auf ein Anhalten extrem niedriger Kapitalmarktzinsen einstellen.


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