Verbraucherschützer warnen vor Kapitallebensversicherungen

Rentenvorsorge –


Verbraucherschützer warnen vor dem Abschluss einer Kapitallebensversicherung, einer fondsgebundenen Lebensversicherung sowie vor einer privaten Rentenversicherung. Das Urteil über den Nutzen dieser Altersvorsorge klingt direkt vernichtend.

Versicherungsschutz

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Konditionen wurden für Kunden immer schlechter

Aufgrund des relativen Niedergangs der sog. geförderten Altersvorsorge in Form einer Riesterrente ist die „klassischte“ Variante Kapitallebensversicherung im Großen und Ganzen aus dem Fokus der medialen Berichterstattung geraten. Niedrige Zinsen und die inzwischen fast vollzogene Abkehr von Garantieleistungen betreffen die Kapitallebensversicherungen jedoch mindestens ebenso wie die Riestervorsorge. Nicht umsonst ist der Normgeber bereits zugunsten der privaten Versicherungswirtschaft in die Presche gesprungen und hat das Regelwerk rund um die Bewertung der Zinsreserven derart abgeändert, dass die Zahlen zumindest auf dem Papier wieder grün hervor strahlen können.

Eine Kapitallebensversicherung konzentriert das Leistungsversprechen nicht ausschließlich auf eine spätere Aufstockung der Altersversorgung, sondern auch auf das Risiko des vorzeitigen Ablebens im Sinne des Hinterbliebenenschutzes. Bei „Überleben“ des im Vertrag Begünstigten (in der Regel der Versicherungsnehmer selbst) wird ein zuvor garantierter (vor allem Altbestände) bzw. ein geschätzter Einmalbetrag ausgezahlt.

Um die Kapitallebensversicherung scheint es nun derart schlecht bestellt zu sein, dass der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) vor dem Abschluss einer solchen Police warnt. Es rentiere sich hinten und vorne nicht mehr. Für den Begünstigten kommen im Vergleich zu den Vorjahren immer geringere Sparbeiträge heraus. Gründe dafür seien der auf derzeit nur noch 0,9 Prozent gesunkene Garantiezins, die über die Jahre stets gestrichenen Überschussbeteiligungen und neuerdings auch gekürzte Beitragsgarantien. Für das eingezahlte Geld springt kaum noch etwas heraus. Sollten nun Kapitallebensversicherungen nur noch mit einer Beitragsgarantie von 90 oder gar 60 Prozent abgeschlossen werden, dann fällt am Ende der ausgezahlte Geldbetrag geringer aus als die eingezahlten Beiträge, so vzbv. Ein Kopfkissen zum Geldunterlegen erfülle hier den gleichen Zweck. Die Absenkung der Beitragsgarantie wurde demnach von der Allianz eingeläutet. Es ist anzunehmen, dass weitere Versicherungsgesellschaften folgen werden. Ein Beispiel gibt die Abkehr von Garantiezinsen, zu der ebenfalls die Allianz mitunter Pionierarbeit leistete und diese Policen in der Versicherungsbranche inzwischen zum „guten Ton“ gehören.

Der Ratschlag der Verbraucherschützer fällt unmissverständlich aus. „Schließen Sie keine Kapitallebensversicherung ab“. Diese Variante einer Altersvorsorge sei eines der schlechtesten Wege überhaupt. Dieses vernichtende Label verleiht vzbv nicht nur der Kapitallebensversicherung sondern auch den fondsgebundenen Lebensversicherungen sowie den privaten Rentenversicherungen.

Vermutlich werden nur wenige Tage vergehen, bis der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) eine entsprechende Gegendarstellung veröffentlicht.

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