Trotz Rente gehen immer mehr Senioren arbeiten

Renten-Dilemma-


Die Anzahl der Senioren mit einem zur Renten stehenden „Nebenjob“ wächst in der Bundesrepublik deutlich an. Immer mehr vermeintliche Ruheständler gehen einer geringfügigen Beschäftigung nach. Wohl kaum aus „Spaß“, vielmehr aus der Notwendigkeit zum Überleben.

„Arbeiten bis zum Umfallen“ trotz Rente

Pflegerisiko
Mini-Job für die Aufbesserung mickriger Rente

Trotz Rentenbezüge geht eine anwachsende Anzahl von vermeintlichen Ruheständlern einer Erwerbstätigkeit nach. Offenbar haben immer mehr Rentner einfach nur Freude an der Arbeit, wenn man der These des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) folgte. Demnach seien immer mehr Menschen einfach aus „Spaß an der Arbeit noch im Rentenalter aktiv„. Demnach sei nicht das Geld Geld das hauptsächliche Motiv für die späte Erwerbstätigkeit.

Ende 2015 gingen rund 943.000 Rentner im Alter ab 65 Jahren einer geringfügigen Beschäftigung nach, so die vom Rentenexperten der Linken-Bundestagsfraktion Matthias W. Birkwald angeforderten aktuellen Zahlen des Bundesarbeitsministeriums lt. Funke-Mediengruppe. Gegenüber dem Jahr 2010 ein Zuwachs um 22 Prozent Im Jahr 2005 sorgten rund 698.000 vermeintliche Ruheständler für ein zusätzliches Einkommen. Auffällig sei der hohe Anstieg der noch erwerbstätigen Rentner in der Altersgruppe über 75 Jahre. Bis zum vergangenen Jahreswechsel waren fast 176.000 Rentner in diesem hohen Alter noch mit einer geringfügigen Erwerbstätigkeit beschäftigt. Gegenüber dem Jahr 2005 verdoppelte sich deren Anzahl. Das monatliche Zusatzeinkommen betrug höchstens 450 Euro.

Der Anstieg der noch erwerbstätigen Rentner ist nicht nur bei deren absoluten Anzahl zu messen, sondern auch am relativen Anteil. Bei den 65- bis 74-jährigen Rentnern lag der Anteil der noch geringfügig Beschäftigten bei 7,1 Prozent. Gegen Ende 2015 waren es bereits 8,9 Prozent.

Der „Spaß an der Arbeit“ für den GDV ist das „Malochen bis zum Tode“ für den Rentenexperten Birkwald. Immer mehr Rentner seien gezwungen, ihre Rente mit Erwerbstätigkeiten aufzubessern. „Diese arbeiten nicht aus Spaß, sondern weil die Rente nicht zum Leben reiche“.


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