Trotz Altersarmut & Niedrigzinsen – Sparer leiden an Garantiebedürfnis

Altersvorsorge & Finanzkrise-


Der deutsche Sparer lässt nicht locker. „Safety first“. Für die Altersvorsorge zählen zuerst die Sicherheiten, dann die Renditen. Da können die Niedrigzinsen anscheinend noch viel weiter weg brechen, der Bundesbürger klebt am Garantiebedürfnis fest und behält dabei die drohende Altersarmut fest im Blick.

Renteneintritt

Trotz ersichtlicher Altersarmut, der Sparer bleibt seinem Kurs treu

„Unerschütterlicher“ deutscher Sparer – Garantien gehen vor Renditen

„Sicherheit ist die Mutter der Porzellankiste“ und für den deutschen Sparer ist die Garantie zur Altersvorsorge. Die Botschaften der Finanzkrise mit ihren resultierenden Niedrigzinsen und die immer größer werdende Gefahr, selbst in die Altersarmut abzuschlittern, dürfte bereits in den meisten Wohnzimmern der deutschen Haushalte angekommen sein. Die gesetzliche Rentenversicherung droht zu vollständig zu versagen, denn den Zweck einer finanziell abgesicherten Altersruhe kann dieser Zweig der Sozialversicherung in Zukunft kaum mehr erfüllen.

Die Politik fordert von den Bürgern mehr „Eigenverantwortung“. Das heißt übersetzt: „Die gesetzliche Rente reicht nicht. Zusätzlich vorsorgen!“.

Das Geld von der Rentenkasse wird den finanziellen Bedarf im Ruhestand nicht decken können. Das glaubt inzwischen schon eine Mehrheit der Bundesbürger, wie jüngst eine von CosmosDirekt in Auftrag gegebene Forsa-Studie ergab.

Nach wie vor blicken die kommenden Generationen auf immer höhere Lebenserwartungen. Die Universität Rostock sprach von einem „unerwartet schnellen“ Anstieg zur Anzahl der 100-Jährigen. Nach einer Demografie-Studie habe heute jedes zweites Neugeborene die Chance, älter als 100 Jahre alt zu werden.

Rentenpolitik blickt kaum über die Dauer einer Legislaturperiode hinaus

Angesichts dieser Aussichten stellte sich die Frage, von was eigentlich die Bundesregierung „geritten wurde“, die Renten auf 63 Jahre ohne Abzüge zu kürzen. Es handelte sich offenbar wieder um die Umsetzung eines Versprechens, das den Wahlsieg garantieren sollte. Selten ging die Rechnung derlei Wahlsieg-Beschleuniger auf und eine „negative Überraschung“ zeichnet auch bereits kurz nach dem Inkrafttreten der jüngsten Rentenreform ab. In der Regel stellte man im Nachhinein fest, dass das Kind mit der Umsetzung von Wahlgeschenken in den Brunnen katapultiert wurde.

Den meisten Bundesbürgern dämmerte es bereits. Die Aussichten in die Zukunft bilden einen klassischen Sonnenuntergang ab, die blühenden Landschaften drohen zu verwelken.

Die von CosmosDirekt in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage zeigt immerhin drei Viertel (76 Prozent) der unter 30-Jährigen, die von einer zumindest mangelhaften Rentenversorgung ausgehen.

Rentnerwelle und Niedriglöhner als Team gegen deutsches Rentensystem

Zwei Faktoren kommen zusammen, die das deutsche Rentensystem endgültig über die Klinge springen lassen können. Auf der einen Seite kommen inzwischen die Jahrgänge der Baby-Boomzeiten zwischen 1955 bis 1969 zum Zuge und die Anzahl der heutigen Geringverdiener wächst permanent an. Eine „Rentner-Welle“ belastet die Rentenkasse zusehends und die Niedriglöhner steuern für den Ausgleich kaum etwas bei. Es sind heute die Niedriglohn-Jobs, die für morgen einen erheblichen Beitrag zur rasant steigenden Altersarmut beitragen.

Was hilft es dem eigenverantwortlichen Bürger, sich der drohenden Altersarmut bewusst zu sein, wenn er sich aufgrund seines „Hungerlohns“ keine zusätzliche Altersvorsorge leisten kann?

Für die Arbeitnehmer, die nach dem Abzug der Lebenshaltungskosten noch etwas für die private Altersvorsorge übrig haben, spielen die Finanzkrise und die resultierenden Niedrigzinsen einen bösen Streich. Dennoch bleibt der deutsche Sparer seiner eingefahrenen Schiene linientreu. Er setzt auf Sicherheit statt auf (reale) Gewinne.

Unterschütterliches Garantiebedürfnis – Niedrigzinsen scheinen kaum zu kümmern

Wird der Bundesbürger vor die Wahl gestellt, sich entweder für niedrige aber garantierte Zinsen oder höheren Verzinsungen (Renditeaussichten) ohne Garantie zu entscheiden, dann greifen lt. Studie 87 Prozent auf die Sicherheit zurück, also auf die Niedrigzinsen.

Das Sparer-Verhalten der Bundesbürger spiegelt sich auch in der Wahl ihrer Geldanlagen wider. Rund 55 Prozent der heute 30- bis 44-Jährigen besitzen eine Lebensversicherung, gefolgt von Eigenheim und Sparbuch (49 Prozent), obwohl die alternativen Sparformen offen präsentiert werden.

Die Situation spitzt sich unweigerlich zu. Das Nachdenken über ein Ende der Niedrigzinsphase kann derzeit ins Reich der Fantasie eingereiht werden. Die Europäische Zentralbank kommt mit ihren Lockerungen zur Geldpolitik kaum hinterher und scheint sich zwischen Ratlosigkeit und Verzweiflung zu verheddern.

Dennoch blickt zwei Drittel der Bundesbürger mit Optimismus in die Zukunft, so zumindest das Studienergebnis. 67 Prozent der Deutschen gehen davon aus, in der Zukunft ein sorgenfreies Älterwerden genießen zu können.

Hoffentlich hält sich die Enttäuschung in Grenzen.

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