Studie: Rentner arbeiten aus „Lust und Laune“ und Notwendigkeit

Rentenalter-


Rentner arbeiten nicht aus finanziellen Gründen, sondern weil sie es einfach so wollen. Zwischen der Höhe der Rentenbezüge und der Erwerbstätigkeit im hohen Alter seien keine Zusammenhänge feststellbar, so eine DIA-Studie.

Lebensarbeitszeit

Die reichsten Rentner sind auch die fleißigsten Rentner

„Höhe der Rente spielt kaum eine Rolle“

Wenn Rentner in ihrem hohen Alter beruflich noch sehr aktiv bleiben, dann weniger aus finanziellen Gründen, sondern eher aus „Spaß an der Freude“. Die Höhe der monatlichen Renteneinkünfte, bzw. des Haushaltsvermögens spielen für die Entscheidung, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, keine wesentliche Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Demnach engagieren sich Personen, die aufgrund sehr geringer Rentenhöhen von der Altersarmut am ehesten betroffen sind, nicht stärker am Arbeitsmarkt als Menschen mit höheren Rentenbezügen. Rentner mit einer Jahresrente von mehr als 15.000,- Euro seien kaum in der Gruppe zu finden, die keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Die Untersuchung für den Zeitraum 2012 habe eindeutig ergeben, dass die Einkommensverhältnisse bei den erwerbstätigen Rentner gleich verteilt seien.

Die DIA-Studie kommt zum Resultat: Die häufig diskutierte Aussage, die Erwerbstätigkeit trotz Rentenbezugs hänge entscheidend von der Höhe des Renteneinkommens ab, kann entkräftet werden.

Der Anteil der Personen, die über ein Haushalts-Nettovermögen von mehr als 250.000 Euro verfügten, bildeten sogar den größten Anteil der erwerbstätigen Rentner aus. Die Gruppe der nicht-erwerbstätigen Personen im höheren Alter werde aus Menschen gebildet, die über kein Vermögen verfügen.

Studie unterscheidet nicht zwischen „Wollen“ und „Können“

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge bezeichnet sich selbst als eine „Denkfabrik zur Stärkung der privaten Altersvorsorge“. Gegründet wurde das Institut in Form einer GmbH im Jahr 1997 von der Deutschen Bank.

Aus der Studie der DIA geht allerdings nicht hervor, welchem Berufsleben die Rentner in ihren unterschiedlichen Einkommensgruppen nachgingen. Herausgestellt wurde zumindest der hohe Anteil der Selbstständigen, die auch im hohen Alter einer Beschäftigung nachgehen. In der Gruppe der nicht berufstätigen Rentner, trotz der geringen Rentenbezüge, ist nicht ersichtlich ob gesundheitliche Gründe für den Verzicht auf Erwerbstätigkeit vorliegen könnten.

Wer als Rentner hohe Rentenbezüge erhält, hatte zuvor ein entsprechend hohes Einkommen. Die Fortsetzung der Erwerbstätigkeit nach Renteneintritt setzt entsprechend körperliche Fitness voraus. Sehr hohe Einkommen sind in der Regel mit nur geringen körperlichen Aufwendungen verbunden, was auf die Berufssparten Handwerk und Bergbau wohl kaum zutreffen mag.

Es liegt damit sehr nahe, dass die vermeintlich „unwilligen“ Personen mit geringen Rentenbezügen schlicht aus gesundheitlichen Gründen gar nicht in der Lage sind, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.


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