Studie Privatrente: Wer länger lebt als das Geld reicht, hat Pech

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Das Resümee einer Studie über die Einschätzung der finanziellen Risiken im Alter zeigt die zunehmende Verrohung gegenüber den einst produktiven Leistungsträgern. Wer länger lebt als das Geld reicht hat Pech.

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Mit einer äußerst gewöhnungsbedürftigen Formulierung beschreibt Jochen Ruß vom Ulmer Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften das einer vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) beauftragten Studie über die Einschätzung der Bundesbewohner zu den finanziellen Risiken im Rentenalter. „Das Risiko, länger zu leben, als das angesparte Geld reicht, ist eines der am meisten unterschätzten finanziellen Risiken“, so Ruß.

Ganz nach dem Motto: Pech hat der, wer nach der erschöpften Altersversorgung nicht umgehend stirbt.

Die Gesellschaft altere permanent weiter und die immer weiter ansteigende Lebenserwartung sei „in vielen Köpfen noch nicht angekommen“. „Viele denken bei der Lebenserwartung an ihre eigenen Eltern oder Großeltern und ziehen daraus Rückschlüsse für ihren eigenen Lebenshorizont“, so Peter Schwark, Altersvorsorgeexperte beim GDV. Ein Mann, der im Jahr 1990 geboren ist, werde im Durchschnitt neun Jahre älter als ein im Jahr 1960 geborener Mann. Die Lebenserwartung von Frauen sei im gleichen Zeitraum um sieben Jahe angestiegen.

Schwark schlägt vor, das Wissen über die steigende Lebenserwartung breiter zu verinnerlichen, indem die Statistikbehörde Destatis über die Lebenserwartung informiert und den zu erwartenden zusätzlichen Zuwachs einbezieht. Derlei Hinweise sollten u.a. in der jährlichen Renteninformation ersichtlich sein.

Der Hinweis auf das „unterschätzte Risiko“ über die finanziellen Mittel hinaus zu überleben, kommt hinsichtlich den Plänen eines großen Lebensversicherers, die Versicherungsbestände an einen Abwickler zu verkaufen, zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.


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