Riester-Rente hatte auch 2016 schweren Stand

Altersvorsorge-


Die Riester-Rente hatte auch im Jahr 2016 einen schweren Stand. Bestands-Verträge wie auch Neuzugänge schrumpften wiederholt ab. Angesichts der anhaltenden Niedrigzinsen wird dieser Trend voraussichtlich anhalten.

Riester-Rente verliert zunehmend an Attraktivität

Finanzen
Zusehends schrumpfende Renditen

Das Jahr 2016 war für die Riester-Rente wieerholt kein gutes Jahr. Die Nachfrage nach der geförderten Altersvorsorge geht seit 2013 zurück und im Jahr 2016 war es nicht anders. Besonders starke Rückgänge verzeichnet die klassische Riester-Variante. Grund für das schrumpfende Interesse sind die anhaltend niedrigen Zinsen. Die Rendite der Riester-Rente schmilzt entsprechend ab.

Die schrumpfenden Renditen bei Neuverträgen verprellen die Neukunden und die hohen Zinsgarantien bei den Altverträgen belasten die Versicherungsgesellschaften. Das jährliche Absenken der Überschussbeteiligungen bei den kapitalgedeckten Altersvorsorgeprodukten ist bereits obligatorisch. Die Branche hängt in einer ausgeprägten Schieflage und das Altersvorsorgekonzept der Bundesregierung gleich mit. Die Riester-Rente kann die gewollt geöffnete Lücke der gesetzlichen Rentenversicherung nicht mehr schließen.

Im Jahr 2016 zählte die Versicherungsbranche rund 10,7 Millionen Verträge einer Riester-Versicherung. Gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um -0,8 Prozent. Lediglich die Basisrente („Rürup-Rente„) konnte um 4,3 Prozent auf 2,1 Millionen Verträge zulegen.

Die Neuzugänge bei der Riester-Rente schrumpften im Jahr 2016 auf 341.000 Policen (-8,4 %). Rückläufig waren auch die insgesamt rund 95.000 neu abgeschlossenen Basis-Renten (-3,4 %).

Angesichts der von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebten Geldpolitik dürfte dieser Trend anhalten. Die Bundesregierung plant zur nächsten Rentenreform diverse Anpassungen. Dazu gehören u.a. höhere Förderungen für die Riester-Rente und eine Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge.


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