Niedergang der Riesterrente? Die Wohnriester beliebt wie nie zuvor

Altersvorsorge-


Die Riester-Rente erlebt eine Schlappe. Das Interesse der Bundesbürger am Riester-Modell schrumpft. Bis auf eine Ausnahme. Die Variante Wohnriester profitierte von historisch niedrigen Bauzinsen. Geringe Finanzierungskosten und gleichzeitig staatliche Förderungen ließen sich zahlreiche Deutsche nicht entgehen. Doch inzwischen drehte sich der Wind und die Zinswerte steigen wieder an.

Wohnriester

Steigende Vertragsabschlüsse wurden alleine bei der Wohnriester gezählt

Wohnriester hält das Riester-Konzept noch bei der Stange

Die Altersvorsorge nach Riester hat ihre „besten Tage“ hinter sich. Die Neuabschlüsse sind in den vergangenen Jahren auf eine fast vernachlässigbare Größenordnung geschrumpft. Im Jahr 2011 wurden noch rund 1 Millionen Riesterverträge abgeschlossen. In den ersten 6 Monaten von 2013 erhöhte sich der Bestand der Riesterverträge um lediglich 79.000. Der massive Rückgang der Riesterneuverträge führte bereits dazu, dass die noch geringere Anzahl gekündigter Policen als eine „gute Nachricht“ gehandelt wird. Das Bundesarbeitsministerium (BMAS) zählte zwischen den Monaten Januar und März 2013 eine Zunahme von rund 13.000 Verträgen. Zwischen den Monaten April und Juni kamen ca. 66.000 neue Policen hinzu.

Unterschiede bei Riesterverträgen
Eindeutiger Verlierer ist die klassische Riester-Variante. Der Rückgang ist bei dieser Riester-Art besonders ausgeprägt. Das Interesse der Bundesbürger für die Riester-Altersvorsorge ging stark zurück. Die niedrigen Zinsen an den Märkten und die teils massiven Kritiken über vermeintlich hohe Abschlusskosten und geringen Renditen haben bei den Deutschen offenbar ihre Spuren hinterlassen. Ein völlig umgekehrter Trend kann jedoch in der Riester-Variante beobachtet werden, wo Immobilien eine Rolle spielen.

Die Wohnriester ist eine aufstrebende Insel im seichten Wasser

Trotz niedriger Zins-Renditen griffen die Bundesbürger im ersten Halbjahr 2013 zur Wohnriester wie noch nie zuvor. Alleine im zweiten Quartal 2013 wurden rund 88.000 neue Wohnriester-Verträge abgeschlossen.

Das Niedrigzins-Niveau drückte die Kosten für Baufinanzierungen auf ein historisches Tief. Die Talsohle der Bauzinsen wurde mit dem ersten Halbjahr 2013 durchschritten. Die Wohnriester erlaubt die Kombination Immobilienfinanzierung mit der staatlich gefördertern Altersvorsorge. Die Bundesregierung hat für die Wohnriester im Rahmen des „Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes“ ab 2014 Verbesserungen in der Flexibilität vorgesehen und betrifft u.a. Tilgungen, Immobilienwechsel und Besteuerung.

Die Bauzinsen befinden sich seit Beginn zweites Halbjahr 2013 wieder im AufwärtstrendDiese Entwicklung könnte das Interesse an der Wohnriester wieder etwas eintrüben.

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