Reserven der Deutschen Rentenversicherung auf Rekord-Hoch

Gesetzliche Rente-


Die Reserven der Deutschen Rentenversicherung sind zum „Bersten voll“. Im ersten Halbjahr 2014 erreichte der Finanz-Puffer die historische Höchstmarke von 34 Mrd. Euro. Doch das jüngst beschlossene Rentenpaket, inkl. Mütterrente und abschlagsfreie Rente mit 63, werden das finanzielle Polster sehr schnell abtragen.

Rentenalter

Volle Reserven in der Rentenversicherung, jedoch ohne Nachhaltigkeit

Eine Beitragsabsenkung ab 2015 wird voraussichtlich entfallen

„Die Party ist immer dann vorbei, wenn es gerade am schönsten ist“. Die Reserven der Deutschen Rentenversicherung sind nach kräftigen Zulagen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 auf ein neues Rekord-Hoch angewachsen. 34 Milliarden Euro markierten zum Stichtag 30. Juni den historischen Höchststand. Doch das jüngst von der Bundesregierung beschlossene Rentenpaket dürfte den Reserve-Berg bald in Angriff nehmen und Stück für Stück abtragen.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum konnte die Nachhaltigkeitsrücklage um mehr als 5,6 Milliarden Euro ausgebaut werden, so die Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV), die dem Handelsblatt vorliegen. Kann das Niveau vom 1,85-Fachen der monatlichen Ausgaben bis Ende 2014 gehalten werden, stünde eigentlich wieder einer Absenkung der Rentenbeiträge zur Debatte. Die Schwelle liegt bereits beim Faktor 1,5 der monatlichen Rentenausgaben.

Die Absenkung des Rentenbeitragssatzes wurde schon einmal gestoppt

Bereits zum Jahreswechsel waren die Reserven der Deutschen Rentenversicherung mit rund 31 Milliarden Euro mehr als „notwendig“ gefüllt. Doch die sonst übliche Absenkung der Rentenbeiträge ist von der Bundesregierung „verhindert“ worden. In einem Eilverfahren wurde die Neuberechnung des Rentenbeitragssatzes ausgesetzt. Am Ende wurde beim bisherigen Beitragssatz in Höhe von 18,9 Prozent für die Rentenversicherung festgehalten und nicht auf 18,3 Prozent abgesenkt.

Zum Ende letzten Jahres standen bereits die Gesetzesentwürfe für das kommende Rentenpaket 2014. Zusätzliche Leistungen wie die Mütterrente und der Renteneintritt mit 63 ohne Abzüge standen bereits fest. Die Mehrausgaben werden aller Voraussicht nach die Reserven der Deutschen Rentenversicherung stark beanspruchen. Die Folge wäre ein sprunghafter Anstieg des Rentenbeitragssatzes ab 2015. Das Verhindern der Beitragsabsenkung wurde u.a. vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßt.

Eine Rentenbeitragsabsenkung wird für 2015 wahrscheinlich auch entfallen

Die Rentenversicherung steht mit dem neuen Rekordhoch nach dem ersten Halbjahr 2014 vor dem gleichen Dilemma. „Übervolle“ Reserven, aber gleichzeitig Milliarden Mehrausgaben in Aussicht. Seit dem 01. Juli 2014 gilt das von der Bundesregierung eingeführte Rentenpaket. Die Belastungen kommen somit erst ab dem zweiten Halbjahr des Jahres zum Tragen. Das Bundesarbeitsministerium schätzt die Mehrausgaben bei rund 4,4 Milliarden Euro für das Jahr 2014 und rund 9 Milliarden Euro für das kommende Jahr 2015.

Es reicht bereits einfachste Mathematik aus, um die Nachhaltigkeit der gegenwärtigen Reserven der Deutschen Rentenversicherung abschätzen zu können. Bis Ende 2017 könnte die aktuelle Rekord-Reserve reichen, vorausgesetzt die Konjunktur in Deutschland bleibt auf ein stabiles Niveau. In knapp vier Jahren stehen dann die Überlegungen an, wie das im Jahr 2014 beschlossene Rentenpaket weiter finanziert werden könnte. Das Bundesarbeitsministerium geht von steigenden jährlichen Mehrausgaben aus, im Jahr 2025 rund 10 Mrd. Euro und im Jahr 2030 bereits 11 Mrd. Euro.

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