Rente: Bundesregierung arbeitet für 3-Säulen-Prinzip an Info-Material

Renten-Dilemma –


Das von der Bundesregierung anvisierte 3-Säulen-Modell als Gesamtes der Altersversorgung soll in einen leicht verständlichen Rahmen gesetzt werden. Doch voraussichtlich werden äußerst wichtige Details einfach verschwiegen.

Pleite

Es geht darum, den Schein anhand „verständlicher Informationen“ zu wahren

Informationen über Maßnahmen und Höhe der künftigen Rente

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ist sichtlich darum bemüht, die Definition der „verlässlichen Altersversorgung“ aufrecht zu erhalten. Das Ministerium beauftragte das Institut für Versicherungswissenschaften der Universität Ulm, um herauszufinden wie die Informationen über das dem Ministerium vorschwebende Konzept einer „säulenübergreifenden Altersvorsorge“ verständlich gelingen könnten. Die Säulen der Altersversorgung sollen aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge bestehen.

Das „Kernversprechen“ der Bundesregierung bestehe aus einer verlässlichen Rentenpolitik. Dazu gehöre auch die Information über die „individuelle Absicherung aus allen drei Säulen der Alterssicherung“. Diese Informationen sollen dabei unterstützen, den möglichen Handlungsbedarf zu erkennen und auch anzugehen. Der nun vorgelegte Forschungsbericht setze lt. BMAS einen Meilenstein auf dem noch einige Zeit beanspruchende Weg bis zur Umsetzung des komplexen Vorhabens.

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Zu den wichtigen Elementen zählten die Einrichtung einer Online-Plattform mit der Möglichkeit, die individuellen Informationen über die gewählten Altersvorsorgeprodukte der unterschiedlichen Altersvorsorgeträgern abzufragen. Weiterhin sollen die bereits erreichten und die bis zum Rentenalter erreichbaren Leistungen aus den verschiedenen Altersvorsorgeprodukten strukturiert und einfach dargestellt werden. Sofern möglich sollen Nutzer anhand von Modellrechnungen die Aufstellung der zusammengeführten erreichbaren Rentenleistungen abrufen und diese per Download für externe Beratung nutzen können.

Die Festlegung der „säulenübergreifenden Altersvorsorgeinformationen“ soll nach Abstimmung mit den einzelnen Trägern der Bereiche gesetzliche, betriebliche und private Altersvorsorge bis zum Herbst 2019 abgeschlossen sein. Im gleichen Zuge wolle das Ministerium die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen schaffen.

Wieder einmal eine Modellrechnung ohne Kaufkraftverlust

Allerdings geht aus der Zusammenfassung des Forschungsberichts hervor, dass die Modellrechnungen zur prognostizierten lebenslangen Rentenzahlung in der aktuellen Kaufkraft erfolgen solle. Damit fällt die Inflation wie gewöhnlich einfach unter den Tisch, als wenn dieser Kaufkraftverlust eine zu vernachlässigende Größe sei. Auf die Idee, die Arbeitnehmer an den Gewinnen bzw. Produktivitätssteigerungen zu beteiligen, kommt ohnehin wieder kein verantwortlicher Regierungsbeteiligter.

Hochgerechnet auf immerhin 30 bis 40 Beitragsjahre ergäbe eine Inflation nach dem „knappen 2%-Wunschwert“ der EZB ein horrend hoher finanzieller Aufwand, um den Kaufkraftverlust bis zum Eintritt ins Rentenalter auszugleichen. Bereits eine konservativ angesetzte Rendite von 2 Prozent für die zusätzliche Altersvorsorge setzte für den Inflationsausgleich rund 40 Prozent des verfügbaren Nettoeinkommens als Beitragszahlung voraus. Wer heute eine Rente von 1.500 Euro bezieht, wird zum Ausgleich des Kaufkraftverlustes (= schleichende Enteignung) voraussichtlich im Jahr 2043 rund 2.500 Euro benötigen.

Wenn bereits Modellrechnungen zum Einsatz kommen, wäre es ein Leichtes, auch verschiedene Szenarien einer durchschnittlichen Inflationsrate anzusetzen. Daher: Desinformation statt Information durch Weglassung wichtiger Details.

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