Ratingagentur: Ausblick für deutsche Lebensversicherer negativ

Niedrigzinsen-


Den Ausblick auf die Zukunft der deutschen Lebensversicherer bewertet die US-Ratingagentur Moody’s eher negativ. Die Assekuranzen können sich dem Druck der EZB-Geldpolitik nicht entziehen. Solvency II könnten einige Gesellschaften nicht überstehen.

Bilanzen

Der Druck auf die Lebensversicherer steigt an – Neue Produkte laufen schleppend

Überzeugungsarbeit für neue Lebensversicherungen erforderlich

Der enorme Druck auf die Lebensversicherer durch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ist längst kein offenes Geheimnis mehr, sondern offenkundig. Niedrige Zinsen beschweren in der Bundesrepublik die komplette Branche und letztendlich auch die um die Altersbezüge umsorgten Sparer. Die Lebensversicherer sind inzwischen den Risiken eines Kollaps ausgesetzt, so die Warnung der US-Ratingagentur Moody’s.

Harte Jahre kommen demnach auf die Assekuranzen zu. Die Schwächsten unter den Lebensversicherern werde es zuerst treffen und letztendlich habe dies folgenreiche Konsequenzen für die gesamte Lebensversicherungsbranche.

In den folgenden Jahren werden die deutschen Lebensversicherer vor großen Herausforderungen stehen. Ein Wandel auf langfristige Sicht sei unvermeidlich, aber die Richtung noch völlig unklar. Für die Neuabschlüsse im Jahr 2016 prognostizieren die Moody’s-Ökonomen eine ähnliche Entwicklung wie im Vorjahr. Die neu entwickelten Lebensversicherungsprodukte dürften die rückläufigen Zahlen bei den klassischen Lebensversicherungs-Policen nicht kompensieren können.

Nach Einschätzung der Ratingagentur haben u.a. Axa, Ergo und Allianz das Problem, die neuen Lebensversicherungen überzeugend zu vermitteln. Bisher reichte es aus, den Kunden über die Garantien der Lebensversicherung aufzuklären. Nun müsse das gesamte Produkt erklärt werden. Es sei schwer, die neuen Policen mit weniger garantierten Leistungen an den Kunden zu bringen. Sollten aufgrund des anhaltenden Niedrigzins-Drucks die ersten Assekuranzen kollabieren, dann schwäche dies das Ansehen der gesamten Branche und somit auch das Neugeschäft.

An Solvency II könnten einige Lebensversicherer scheitern

Seit Anfang 2016 ist „Solvency II“ in Kraft. Den Lebensversicherern bleiben insgesamt 16 Jahre Zeit, sich den Vorgaben anzupassen. Moody’s schätzt ein, dass es den meisten deutschen Versicherern auch gelingen wird, die gehobenen Eigenmittelanforderungen zu erfüllen. Die Risiken seien groß, aber die Annahme für die künftige Entwicklung bewege sich näher am „Best-Case-Szenario“.

Mitte 2015 stellte die deutsche Aufsichtsbehörde Bafin bereits fest, dass einige Lebensversicherer mit Solvency II in Schwierigkeiten geraten könnten.

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