Pflegeberufe chronisch unterbezahlt – 28 % im Niedriglohn

Löhne & Gehälter –


Pflegeberufe sind „chronisch“ unterbezahlt. Die lauten Rufe nach einer besseren Vergütung haben bisher nicht gefruchtet. Bundesweit befinden sich mehr als 28 Prozent der vollzeitbeschäftigten Altenpfleger im Niedriglohnsektor.

Pflege in Familie

Die Pflege der älteren Menschen scheint der Gesellschaft nicht viel wert zu sein

Zuwanderung drückt den Niedriglohn noch mehr

Der Niedriglohn im Bundesgebiet hat Hochkonjunktur. Im Jahr 1994 lag der Anteil der Niedriglohnempfänger bei rund 16 Prozent. Bis zum Jahr 2017 stieg deren Anteil auf knapp 23 Prozent an. Eine besonders hervorstechende Berufssparte bei den niedrig entlohnten Beschäftigungen sind die Pflegeberufe. Jene Berufsgruppe, wo sich in den vergangenen Monaten die Politiker besonders engagiert zeigten, doch etwas zugunsten der Beschäftigten zu unternehmen. Angesichts der hohen Anzahl der Niedriglohnempfänger bei den Pflegeberufen und den bisherigen Resultaten bei der Lohnhöhe kann sich das öffentliche Auftreten nur um Stimmenfang gehandelt haben. Derzeit liegt die Quote der sozialversicherungspflichtig in Vollzeit beschäftigten Altenpfleger mit Niedriglohn bei 28,3 Prozent, so lt. Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag) die Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Eine extrem hohe Niedriglohnquote bei den Pflegeberufen liegt demnach mit 40,7 Prozent in den neuen Bundesländern vor, während in den alten Bundesländern rund ein Viertel (25,3 %) im unteren Lohnsegment arbeitet. Besonders betroffen sind ungelernte Pflegehelfer mit einem Anteil von 58 Prozent, während die ungelernten Kräfte mit Niedriglohn in den neuen Bundesländern zu einem Anteil von 78,5 Prozent vertreten sind. Mit der Zuwanderung nimmt offensichtlich auch der Niedriglohnsektor zu. Bundesweit sind 25,6 Prozent der deutschen Vollzeit-Pflegekräfte im Niedriglohnsektor tätig. Bei ausländischen Plegekräften liegt der Anteil bei 42,6 Prozent.

Trotz der Ausweitung des Niedriglohns im Pflegesektor steigen die Kosten für Betroffenen immer weiter an. Zu den Profiteuren dieser Entwicklung zählen u.a. die privaten Pflegeversicherer.

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