OECD schlägt Alarm: Es wird eng für Lebens- und Rentenversicherer

Lebensversicherer-


Für die Lebens- und Rentenversicherungsbranche wird es langsam eng und zwar weltweit. Die Branche leidet dauerhaft unter der Niedrigzinsphase und die OECD schlägt nun Alarm. Die Gesellschaften müssen entweder in hoch riskante Anlagen investieren, oder der Insolvenz ins Auge blicken.

Abgänge

Zinseinbruch nach dem Versprechen hoher Renditen stellt Versicherungsbranche vor dem Abgrund

Volumen der Rentenfonds wird bis 2019 rund 28 Billionen Dollar erreichen

Eigentlich eine einfache Rechnung. Können die Gesellschaften für Lebens- und Rentenversicherungen über einen längeren Zeitraum hinweg die vor Jahren einkalkulierten Renditen nicht mehr einnehmen, dann muss auf Reserven zurückgegriffen und / oder die Ausgaben gekappt werden. Gehen die Rücklagen zur Neige droht die Zahlungsunfähigkeit. Bei den Lebens- und Rentenversicherern stünden die vertraglich zugesicherten Rentenleistungen für die Versicherungsnehmern auf dem Spiel.

Die Niedrigzinsphase nötigte die Bundesregierung im vergangenen Jahr zu einer Anpassung einzelner Regelungen in der Lebensversicherungsbranche. Diese Maßnahmen sollten zur „Stabilisierung der Branche“ dienen. Nun warnte der OECD vor dem möglichen Aus von Lebens- und Rentenversicherern. Die Versprechen hoher Renditen aus Zeiten der Hochzins-Phase können nur erfüllt werden, wenn die Gesellschaften auf renditestarke, aber risikobehafteten Anlagen auswichen, so die OECD.

Für zahlreiche Versicherer ergeben sich demnach nur zwei Möglichkeiten. Entweder in risikobehaftete Anlageformen investieren, oder der Insolvenz ins Auge blicken. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung warnt vor den Risiken für die globale Versicherungswirtschaft und beschränkt sich nicht auf den Versicherungsmarkt in Deutschland.

Eine weitere Gefahr für die Branche erkennt die OECD in der Praxis, dass die Gesellschaften ihren Aktionären über Dividenden und Aktien-Rücknahmen Auszahlungen zukommen lassen. Damit könne die Rendite kurzfristig gesteigert werden, aber eine Reinvestition werde damit nicht geleistet. Für Investitionen und Wachstum der Produktivität sei diese Praxis schädlich.

Die globale Versicherungsbranche wird nach Einschätzung des OECD bis zum Jahr 2019 Rentenfonds in einem Volumen von rund 35,8 Billionen Dollar verwalten und das Kapital der Versicherungsunternehmen wird auf 37,7 Billionen Dollar anwachsen.





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