Notwendiger Aufwand Privatrente übersteigt Möglichkeiten

Sog. Renten-Politik –


Die gesetzliche Rente ist derart beschnitten worden, dass diese selbst für ein Leben in der günstigsten Gegend völlig unzureichend ist. Der eigentlich notwendige Aufwand für die zusätzliche Altersvorsorge übersteigt in der Regel die finanziellen Möglichkeiten.

BRD-Raubzug

Das Maximum herausholen während Erwerbsphase und auch „parasitären“ Rentenzeit

Gesetzl. Rente wird auch in der billigsten Region nicht reichen

Die gesetzliche Rente wird keinesfalls ausreichen, um einigermaßen über die Runden zu kommen, geschweige den bisher gewohnten Lebensstandard zu halten. Egal in welcher Region sich der Rentner befindet oder niederlässt, ein Auskommen ist mit den über die über Jahrzehnte hinweg geleisteten Rentenbeiträge nicht zu realisieren. Der Geschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Peter Schwark, betonte: „In keiner Region reicht die gesetzliche Rente aus“. Eine Lösung dieses Problems folgte allerdings sogleich: Es sei daher wichtig, mit dem Sparen möglichst früh anzufangen, um von den Zinseszinseffekten zu profitieren. Außerdem müssen die Sparbeiträge in regelmäßigen Abständen an das steigende Einkommen angepasst werden.

Dieses Dilemma ist vor allem der rot-grünen Regierungskoalition unter Gerhard Schröder (SPD) zu verdanken. Die ausschließlich der privaten Versicherungswirtschaft zutragende sog. Renten-Reform rasierte die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung radikal ab, um somit einen erzwungenen Anlass für die zusätzliche Rente zu schaffen. Mit der betrieblichen Altersvorsorge wurde ein sog. drittes Standbein errichtet, welches aber über die zwischengeschaltete Firma ebenfalls den privaten Rentenversicherern zugute kommt.

Je nachdem in welcher Region der gegenwärtig Erwerbstätige in Altersruhe gehen wird bzw. will, fällt der Vorsorgeaufwand teils erheblich unterschiedlich aus. In wirtschaftsstarken Regionen muss demnach weit mehr beiseite gelegt werden als in einkommenschwächerern Gebieten, so das Ergebnis einer vom GDV beauftragten Prognos-Studie.
Im bundesweiten Durchschnitt müssten Erwerbstätige lt. GDV 4,3 Prozent des Nettoeinkommens für die Altersvorsorge zurücklegen. Die höchste finanzielle Belastung für eine ausreichende Altersversorgung fällt auf die Hamburger zurück. Demnach muss ein 40-Jähriger in Hamburg rund 5,8 Prozent seines Einkommens auf die hohe Kante legen, um im Rentenalter ein ausreichendes Einkommen zu erhalten. Gleich dahinter folgen die Bewohner Stuttgarts und die Münchens mit einem Aufwand von je 5,7 Prozent des Einkommens. Wer dagegen in Hagen wohnt und auch dort als Rentner verbleiben will, muss als 40-Jähriger 3,3 Prozent des Einkommens für die private Altersvorsorge aufwenden.

Um auf diese Zahlen zu kommen, nahm Prognos anteilig 55 Prozent des letzten jeweiligen regionalen Einkommens zum Rentenbeginn im Jahr 2047 an. Also eine Entwicklung, welche die nächsten 27 Jahre, bis der heute 40-Jährige das reguläre Rentenalter erreicht, dieser Annahme schnurgerade folgen muss.

Muster-Berechnung Ansparsumme und Inflation

Bei einem Einkommen von knapp 4.000 Euro bleiben dem Alleinstehenden rund 2.500 Euro pro Monat netto übrig. Ein Hamburger müssten demnach vom Netto-Gehalt 145 Euro pro Monat für die zusätzliche Altersvorsorge zur Seite legen. Bei Verzicht auf Beitragsanpassungen während der Ansparphase kommen nach 27 Jahren insg. 46.900 Euro zusammen. Bei einem angenommenen (hohen) Zins von durchschnittlich 2,5 Prozent hat der Sparer am Ende rund 66.860 Euro angespart. Nimmt man nun auch die gern vergessene Inflation, bzw. Geldentwertung in die Rechnung, so ergibt sich bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 1 Prozent nach 27 Jahren ein Kaufkraftverlust von gut -23 Prozent. Die angesparte Summe von 66.680 Euro wird demnach nach 27 Jahren nur noch eine Kaufkraft entsprechend von 51.108 Euro haben. Um die Inflation auszugleichen, müsste der Sparer im Bezug zur ursprünglichen Sparsumme nun 87.466 Euro anvisieren. Das erreichte der Sparer mit einer monatlichen Sparsumme in Höhe von 195 Euro und damit knapp 8 Prozent des Nettoeinkommens. Die Rechnung inkl. Inflationsausgleich ginge jedoch nur auf, wenn auf das gesamte Einkommen im Rentenalter keine Steuern anfielen. Somit dürften rund 10 Prozent des Nettoeinkommens Aufwand für die Altersvorsorge realistischer sein, nur um damit inkl. gesetzlicher Rente über eine Gesamtrente in Höhe von 55 Prozent des letzten langjährigen Einkommens während der Erwerbstätigkeit zu verfügen.

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