Moody’s sieht Lebensversicherer in einen finanziellen Strudel geraten

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Die Lebensversicherungsbranche in Deutschland wird zu kämpfen haben. Eine Tatsache die nun auch von der Ratingagentur Moody’s bestätigt wurde. Dank EZB-Politik seien die Unternehmen zu einer Vervielfachung der Rücklagen gezwungen. „Natürlich“ auf Kosten der Versicherungskunden. Neben dem Niedrigzinsumfeld werden die Versicherer folgend sehr unattraktive Produkte als Gegner haben.

Sparverluste

Lebensversicherer werden lt. Moody’s in Zukunft vor finanziellen Problemen stehen

Niedrigzinspolitik der EZB schickt Versicherer in Finanzprobleme

Die US-Ratingagentur Moody’s sieht die Lebensversicherer in Deutschland direkt auf erhebliche Schwierigkeiten zusteuern. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) würde die Versicherer zur Aufstockung der Rückstellungen zwingen. Dies ginge auf Kosten der Versicherungskunden.

Der Hinweis auf die Gefahr einer finanziellen Schlitterfahrt für die deutsche Lebensversicherungs-Sparte von Moody’s ist kein Novum. Das Niedrigzinsumfeld und die gestiegenen Herausforderungen für die Gesellschaften wurden in der Diskussion bereits mehrfach zerpflückt. Die Kritiker sprechen von einem Desaster und der Gesamtverband der deutschen Versicherer (GDV) favorisiert die „Relativierung“ der anstehenden Probleme.

Moody’s prognostiziert notwendige Rücklagen von bis zu 90 Mrd. Euro

Mit der Warnung durch die Ratingagentur wurden Kritiker sowie Versicherer in ihrer Haltung gegenüber der Geldflut-Politik der EZB bestätigt. Moody’s Prognosen sind jedoch Zündstoff für die Lebensversicherungsbranche. Der Rückstellungsbedarf bei den deutschen Versicherungsgesellschaften lege derzeit bei rund 6 Milliarden Euro. Sollten die Zinswerte für die nächsten Jahre auf dem niedrigen Niveau verbleiben, so geht die Ratingagentur von einer erforderlichen Rücklage zwischen 40 bis 90 Milliarden Euro bis Ende 2023 aus.

Ein großer zu bewältigender Brocken sind die bestehenden Altverträge in der Altersvorsorge. Die Garantiezinsen bewegen sich teils im Bereich von 4 Prozent und müssen bedient werden. Die Versicherer stoßen in den Finanzmärkten auf erhebliche Schwierigkeiten, dieses Niveau auch nur annähernd erwirtschaften zu können. Die beständige Abwärtsbewegung bei der laufenden Überschussbeteiligung spiegelt die finanzielle Lage ebenfalls wider.

Mit einer „Renaissance“ der Bewertungsreserven zu rechnen

Eine notwendige Neuausrichtung der Versicherungsunternehmen wird unweigerlich das Thema Bewertungsreserven wiederholt aufleben lassen. Anfang Februar entbrannte ein lebhaft geführter Streit zwischen Befürwortern und Gegnern zur Neuregelung der Buchungswerte. Bisher werden Kunden an diesen „temporären Scheingewinnen“ beteiligt, doch am Ende bliebe das Versicherungsunternehmen an einem realen Null-Gewinn sitzen. Vorweg erhielten die Versicherungskunden jedoch eine Auszahlung anhand des aktuellen „Pseudo-“ Gewinns. Der GDV plädiert für eine Abschaffung dieser Ausschüttungen.

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