Modellrechnung Rente – Als wenn es Lockdown-Krise nicht gäbe

Profilierung –


Als wenn es weder Corona, noch irgendwelche wirtschaftliche Folgen der Lockdown-Verordnung gäbe, wartet DIW Berlin mit Modellrechnungen zur Rentenentwicklung auf, welches ein bisheriges unverändertes Umfeld voraussetzt.

Glück

Modellrechnungen des DIW gehen von einer weiterhin „heilen Welt“ aus

Rentenhöhe wird auch „normal“ die Grundsicherung kaum überragen

Der längst angestoßene Stein des kommenden Renten-Desasters hat bei seiner zerstörerischen Tour inzwischen an beträchtlicher Größe angenommen. Während die Nachrichten über eine Lockdown-bedingte wirtschaftliche Katastrophe nicht abreißen, erklingen schon wieder die Sirenen-Gesänge über demografischen Wandel, Rentenniveau und längere Lebensarbeitszeiten. Wie diese „erforderliche“ Mehrarbeit angesichts der desaströsen Arbeitsmarktlage und der noch erwarteten Insolvenzflut bewerkstelligt werden soll, lassen die von den Medien häufig beachteten sog. Experten jedoch offen.

So wies der eingetragene Verein „Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)“ auf die kommende Problemstellung durch die fallende gesetzliche Rente hin. Der Abstand zwischen der regulären Rente und der Grundsicherung sei geringer geworden. Daraus ergebe sich zwangsweise die Notwendigkeit von höheren Mindestbeitragsjahre. Diese missliche Lage werde vor allem in Städten mit hohen Wohnkosten verschärft.

Mit Stand 2018 muss ein Durchschnittsverdiener insg. 27,4 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, damit eine Rente in Höhe der Grundsicherung erreicht wird, so DIW. Natürlich darf die Modellrechnung gemäß einer Simulation nicht fehlen und der Verein setzte diesbezüglich eine Berechnung bis zum Jahr 2045 an. Das Ergebnis: Die Mindestbeitragszeit muss weiter zunehmen. „Besonders in großen Städten lebende Menschen mit unterdurchschnittlichen Gehältern müssen länger in die Rentenversicherung einzahlen, um später mehr rauszubekommen als eine Rente auf Grundsicherungsniveau“, so Johannes Geyer vom DIW.

Die gesetzliche Rentenversicherung laufe Gefahr, aufgrund der aktuellen Entwicklungen an Legitimation zu verlieren, so die Einschätzung des DIW-Ökonomen.

Mit der selbst entwickelten Renten-Simulation fanden die DIW-Forscher heraus, dass die Mindestbeitragszeit vorerst bis zum Jahr 2025 um ein Jahr fallen werde. Neben Lohnanstiegen, welche auch in höheren Rentenbeiträgen mündeten, sorgt die derzeit zur Geltung gebrachte Haltelinie für eine gewisse Stabilität. Gleichzeitig bleibt dadurch das Rentenniveau bis 2025 auf mindestens (mickrige) 48 Prozent. Nach dem Wegfall dieser Haltelinie werde der Rentenwert ab 2025 unter Voraussetzung des Eintreffens der angenommenen Einflüsse langsamer ansteigen als der Grundsicherungsbedarf. Einfluss darauf haben die nun relevant werdenden sog. Babyboomer. Die Mindestbeitragszeit werde gemäß der Simulation bis zum Jahr 2038 auf 28 Jahre ansteigen.

Hat DIW die Corona-bedingte Lockdown-Krise nicht bemerkt?

Diese Studie veröffentlichte DIW am 24. Juni 2020 und könnte direkt den Eindruck erwecken, der Verein hat noch nichts von den Folgen der Lockdown-Krise erfahren. Die gesetzliche Rentenversicherung wird überwiegend gespeist von den wertschöpfenden Arbeitnehmern und um deren Anzahl ist es alles andere als gut bestellt. Die mit großer Wahrscheinlichkeit noch im Herbst dieses Jahres eintreffende Insolvenzwelle wird noch weitere zahlreiche Arbeitsplätze wegschwemmen, ganz zu schweigen von den im kommenden Jahr eintretende Umwandlung der Kurzarbeit in Arbeitslosigkeit. Das Halten des durchschnittlichen Einkommens über die gesamte „Simulations-Zeit“ hinweg ist ebenso fraglich wie die notwendige Anzahl der Beitragszahler. Die auch während des verordneten Lockdowns und der Grenzschließung beibehaltenen Zuwanderung aus Drittländern könnte durchaus die eine und andere händeringend gesuchten Fachkraft beschert haben. Allerdings mit der gewünschten Bereitschaft, die gleiche Arbeit zu einem bedeutend geringeren Entgelt zu verrichten. Unterm Strich deutet diese „Studie“ nicht auf seriöse Tätigkeiten, sondern eher auf Absichten der Profilierung und das Absetzen von Signalen der „korrekten Haltung“ hin. Da diese von einer unveränderten Situation ausgehende „Modellrechnung“ bereits für spätere Rentner alles andere als glückselige Zeiten voraussagt, kann das tatsächliche Ausmaß des politisch eingeleiteten Niedergangs nur erahnt werden.

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