Merz’sche Altersvorsorge stößt auf harte Kritik

Altersvorsorge –


Der Vorschlag einer stärkeren Beteiligung der Arbeitnehmer an den Kapitalmärkten zur (vermeintlichen) Sicherung der Rentenbezüge stößt auf harte Kritik. DGB-Vorstandsmitglied Buntenbach wirft dem CDU-Politiker Merz Realitätsferne vor.

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Eine gesicherte Altersvorsorge ausschließlich über Aktienmärkte? verloren

Merz schwadroniert fernab der Realität

Der als Top-Kandidat für den CDU-Vorsitz gehandelte Friedrich Merz hat mit seinem Vorschlag, die Arbeitnehmer für ihre Altersvorsorge mehr an den Kapitalmärkten zu beteiligen, sicher bei seinen Kollegen von Blackrock und Co. punkten können, aber nicht bei den Arbeitnehmern, die ihre Lebensarbeitszeit „sicher“ zur Verfügung stellen, aber nach „Merz’schen“ Vorschlag die eigene Altersversorgung den Risiken der Aktienmärkte aussetzen sollen. Der zig-millionenfache Kauf von Firmenanteilen wird nicht nur die Preise in die Höhe treiben, sondern auch die Aussichten auf Renditen schmälern. Schließlich müssen Zinsen und Dividenden auch erarbeitet werden. Von wem? Genau von demjenigen, der später seine Rente mit noch mehr „Eigenverantwortung“ finanzieren soll.

Was die gesetzliche Rente nicht vollbringen kann, bzw. politisch gesteuert nicht will, sollen nun die Arbeitnehmer zusätzlich tragen. Für Merz sind das scheinbar nur Erdnüsse, denn er hält es für einen vernünftigen Schritt, schon in jungen Jahren mit vier oder fünf Euro pro Tag für die Altersvorsorge zusätzlich zu investieren. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) nennt den Vorschlag des CDU-Politikers als ein „billiges Ablenkungsmanöver von dem, was bei der gesetzlichen Rente jetzt nötig sei“. Der Altersvorsorge der breiten Bevölkerungsschichten werde der Aktienkauf nicht helfen, so Annelie Buntenbach zur Saarbrücker Zeitung (Dienstag).

Buntenbach wirft Merz eine Ferne von der Lebenswirklichkeit vor. Fünf Euro pro Tag sind immerhin 150 Euro pro Monat. Bei eine Vollzeitbeschäftigung mit der gesetzlichen Lohnuntergrenze entspräche dieser monatliche Betrag rund 10 Prozent des Bruttogehalts. Für einen Hartz-IV-Abhängigen nähme der zusätzliche Sparbetrag bereits rund ein Drittel des Regelsatzes ein. Viele Menschen seien damit völlig überfordert. Stattdessen müsse die gesetzliche Rente gestärkt werden, so Buntenbach.

Die Politik entfernt sich offenkundig immer mehr von der Realität.

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