Dienstag, den 19. Juni 2018

Menschen werden älter und fitter

Altersvorsorge


Die Menschen in der Bundesrepublik werden nicht nur älter, sondern bleiben auch körperlich länger fit und aktiv. Das Durchschnittsalter in den Fitness-Studios stieg in den vergangenen Jahren deutlich an.

Ältere aktive Menschen – Beleg des demografischen Wandels

Aktive Rentner

Immer ältere Menschen bleiben körperlich fit

Immer mehr Menschen bleiben im hohen Alter aktiv oder beginnen ihre freiwillig gewählten Aktivitäten erst mit dem Eintritt in die Rente. Zu den Beschäftigungen der Menschen im fortgeschrittenen Alter gehört mit steigender Beliebtheit die körperliche Fitness. „Die Mehrheit der heutigen Generation weiß, dass sie was tun muss“, erklärt Ingo Froböse, Professor an der Deutschen Sporthochschule in Köln, lt. 7jahrelaenger.de vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Die Älteren seien entsprechend aktiver und gesünder.

Die Zahl der Menschen, die noch im Alter über 60 Jahre Mitglieder bei Sportvereinen sind, steige seit Jahren an. Heute seien ca. 4,3 Millionen Menschen in dieser Altersstufe ein Mitglied in einem Sportclub und damit fast jeder Fünfte. Im Jahr 2001 waren es fast 14 Prozent.

Fitness-Studios verzeichneten ein stets steigendes Durchschnittsalter ihrer Mitglieder. Heute betrage das durchschnittliche Alter 41,5 Jahre. Vor rund 16 Jahren lag der Durchschnitt bei 35,5 Jahre. Gut 10 Prozent der „Studio-Gänger“ sei heute über 60 Jahre alt.

Die von der GDV-Kampagne „7 Jahre länger“ beauftragte Forsa-Studie brachte hervor, dass drei Viertel der 70- bis 74-Jährigen Sport betreiben. Damit ist diese Altersgruppe stärker vertreten als die Jüngeren im Bereich von 18 bis 34 Jahre (73 %). Der Bewegungsdrang lasse bei Menschen im Alter von über 75 Jahren merklich nach, aber dennoch seien zwei Drittel der älteren Senioren einmal wöchentlich körperlich aktiv.

Die Botschaft ist klar. Die Menschen in der Bundesrepublik werden immer älter, die Lebenserwartung steigt und das Alter der aktiven Rentner gleich mit. Das unterstützt die These des demografischen Wandels und die „zwingenden Reformen“ der gesetzlichen Rente zu einer längeren Lebensarbeitszeit sowie Kürzungen der Leistungen. Schließlich müsse die schrumpfende jüngere Generation eine wachsende Anzahl von Senioren finanziell stützen. Die Produktivitätssteigerung bleibt wie immer ausgeblendet.

Wer als Arbeitnehmer heute vorab schon weiß, wegen einer zu niedrigen gesetzlichen Rente nicht einer „erzwungen freiwilligen“ Zusatzbeschäftigung nachgehen zu wollen, muss aufgrund der Rentengestaltung der Bundesregierung möglichst früh mit einer privaten Zusatzvorsorge beginnen.

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