LV-Belastungstest 2013: Kein Lebensversicherer ist durchgefallen

LV-Belastungstest 2013-


Einen größeren Zinseinbruch sowie abgestürzte Aktienkurse könnten die Lebensversicher auch im Jahr 2013 ohne gefährliche Blessuren überstehen. Der LV-Belastungstest 2013 von Morgan & Morgan ergab ein sichtlich besseres Bild zur Stabilität der Versicherungsgesellschaften als vielerorts dargestellt.

LV-Rating

Hochverzinste Altverträge und Finanzmarktsituation fordern die LV-Versicherer heraus

Alle getesteten Versicherer bestanden Belastungstest

Die Lebensversicherer sind aufgrund der Finanzkrise und den daraus resultierenden Niedrigzinsen in das Rampenlicht geraten. Während die Kreditinstitute größtenteils mit hausgemachten Finanzierungslücken zu kämpfen haben, sind Versicherungsgesellschaften für die Altersvorsorge dem widrigen Umfeld der Finanzmärkte ausgesetzt.

Den Lebensversicherern wurden gleich zwei Eisenkugeln an die Beine gebunden. Altverträge und deren hohen Zinssätze müssen bedient werden. Eine überaus große Herausforderung angesichts der heute möglichen Renditen bei geringen Investitionsrisiken. Neuverträge sind aufgrund der unattraktiv erscheinenden Konditionen nur sehr schwer zu vermitteln. Darüber hinaus sind viele Verbraucher verunsichert. Neben den garantierten Zinsen bleiben noch die Überschussbeteiligungen. Aber wie hoch die Überschüsse ausfallen, hängt individuell vom Umfeld und Zustand der Versicherung ab.

Die hohen Renditen für bestehende Lebensversicherungen zwingen die Versicherer zum Aufstocken der Reserven. Höhere Rücklagen schmälern die Überschüsse für die weiteren Verträge. Die Situation ist jetzt schon sehr angespannt. Was passierte, wenn die Zinsen in den Märkten noch weiter abstürzten?

Das unabhängige Analysehaus Morgen & Morgen unterzog wiederholt eine ganze Reihe von Gesellschaften einem Belastungstest für das Jahr 2013. Zu diesem Zweck simuliert M & M einen weiteren Zinsverfall um -0,8% sowie einen Aktieneinsturz um -37%. Diese neuen Werte werden den Beständen der Versicherer angesetzt. Aus den Auswertungen des notwendigen Risikokapitals zu den verfügbaren Eigenmitteln berechnet das Analysehaus eine Sicherheitsquote.

Zum vorhandenen Kapital zählen Eigenkapital, stille Reserven in den Kapitalanlagen (Aktiva), Schlussüberschussanteilfonds (SÜAF), freie RfB sowie Nachrang- und Genussrechtskapital der Versicherer. Stille Reserven in der Passiva werden einmal mit 100% und einmal mit 0% angesetzt.

Das Gesamtergebnis zum LV-Belastungstest 2013 sieht besser aus als so manche „Untergangs-Prophezeiung“, doch keineswegs durchgängig zufriedenstellend. M&M beschreibt das Testergebnis gegenüber dem Vorjahr als relativ stabil, auch wenn die Top-Ergebnisse eher abgesunken seien. Keines der getesteten Versicherer ist im Belastungstest 2013 durchgefallen. Nach wie vor ist der Anteil der Gesellschaften, die sich durch Zurückhaltung bzw. Verweigerung von Daten dem Belastungstest entziehen, relativ hoch. Im LV-Belastungstest erhöhte sich deren Anzahl auf 23.

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