Lebensversicherer sollen mit dem Verzicht der Versicherten gestützt werden

Altersvorsorge-


Den Lebensversicherern muss offenbar unter die Arme gegriffen werden. Die Bundesregierung schnürt ein Gesetzespaket, das die Versicherungen der Altersvorsorge deutlich entlasten soll. Eine Erleichterung für die Assekuranzen bedeutet gleichzeitig der Verlust für die Versicherten.

Finanzen

Die ursprüngliche Kalkulation der Versicherer kann nicht mehr aufgehen – Kunden müssen verzichten

Niedrigzinsen – Der Druck auf die Lebensversicherer steigt

Einige Lebensversicherer scheinen angesichts der voraussichtlich noch lange anhaltenden Niedrigzinsen auf absehbare Zeit in eine finanzielle Schieflage zu kommen. Hohe Garantiezinsen aus den vergangenen Jahren, die anhaltend niedrigen Renditen im Kapitalmarkt sowie die angekündigten Auflagen zu Solvency II bringen die Assekuranzen der Sparte Altersvorsorge offenbar in Bedrängnis. Die Bundesregierung schmiedet bereits an den Plänen eines Rettungspakets.

Anfang Dezember 2013 warnte die deutsche Finanzaufsicht Bafin – wenn auch noch sehr zurückhaltend – vor dem möglichen Kippen einiger weniger Lebensversicherer, sollte die gegenwärtige Finanzmarktsituation noch länger anhalten und auf einem niedrigen Zinsniveau verbleiben.

Die Probleme zumindest einzelner Versicherer scheinen doch größer zu sein als man es zugeben will. Ginge es nach den Plänen der schwarz-roten Regierung, müssen die Versicherungskunden von finanziell schwächeren Unternehmen auf die Bewertungsreserven verzichten. Das neue Gesetz ist laut der Süddeutschen Zeitung (SZ) bereits über die Entwurfsphase hinaus und soll bereits in den kommenden Wochen verabschiedet werden.

Bewertungsreserven können einbehalten werden

Mit dem Einbehalten der Bewertungsreserven würden die Versicherungskunden in diesem Jahr auf rund 2 Milliarden Euro verzichten müssen. Zusätzlich steht eine weitere Absenkung des Garantiezinssatzes von derzeit 1,75 auf 1,25 Prozent ab 2015 im Raum. Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) sprach Anfang des Jahres ohnehin eine Empfehlung für diesen Schritt aus.

Ein „Spar-Paket“ geht an die Adresse der Versicherungsvermittler

Zur Debatte steht auch eine Deckelung der ausgeschütteten Provisionen für Versicherungsvermittler auf drei oder 3,5 Prozent der Versicherungsbeiträge. Gleichzeitig soll die Haftungsfrist für Versicherungsvermittler verlängert werden. Wenn Versicherungskunden innerhalb dieser Haftungszeit kündigen oder widerrufen, müssen Vermittler ihre bisher erhaltenen Provisionen zurückzahlen.

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