Allianz Lebensversicherung: Millionen Rückzahlungen an Kunden

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Die für ungültig erklärten Klauseln zu bestehenden und auch bereits gekündigten Lebensversicherungen tragen weitere Früchte. Allianz Versicherung reagiert mit einer Nachzahlung für betroffenen ehemalige Kunden bzw. einer automatischen Anhebung der beitragsfreien Leistungen noch bestehender Versicherungsverträge.

Rechtskräftiges Urteil lässt Gelder an Kunden zurück fließen

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Allianz Versicherungsgruppe

Wenn eine Versicherung ungültige Klauseln im Vertrag stehen hat, aber daraus keine Vorteile bezieht, könnte die Regel „wo keine Kläger, da keine Richter“ angewendet werden. Offensichtlich war es u.a. bei der Allianz Lebensversicherung etwas anders und der Konzern konnte durch die für inzwischen ungültig erklärten Textpassagen im Vertrag eine erhebliche Summe einfahren.

Im Fall der Allianz Versicherung geht der Griff sogar bis auf bereits gekündigte Policen zurück. Ehemalige Kunden, die ihre Lebensversicherung bereits vor Jahren kündigten, könnten auf eine Nachzahlung hoffen, so die Mitteldeutsche Zeitung (Mittwoch).

Der Versicherungsriese steht nur deshalb im Mittelpunkt, weil der Umfang der Rückzahlungsansprüche nach Anfrage konkret mit rund 117 Millionen Euro genannt wurde und davon gut eine Millionen Kunden betroffen sind. Die Nachzahlungsansprüche entstehen aus einem zu niedrig angesetzten Rückkaufwert für bereits gekündigte Versicherungspolicen. Zusätzlich steht rund 900.000 Allianz-Kunden eine höhere beitragsfreie Versicherungssumme zu.

Damit steht der Branchenprimus allerdings nicht alleine auf weitem Feld. Nachdem Allianz beim Bundesgerichtshof (BGH) die Nichtzulassungsbeschwerde zurück gezogen hatte, da ein Erfolg offensichtlich nicht mehr Aussicht stand, wurde das vorherige Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Stuttgart aus 2011 automatisch rechtskräftig. Damit werden die beanstandeten Klauseln generell ungültig. Bereits Ende Juli hatte der BGH die Klauseln für LV-Rückkaufwerte für Null und Nichtig erklärt.

Im gleichen Boot sitzen noch weitere Versicherungsunternehmen, auf die nun eine „Kostenwelle“ zugunsten der Versicherten zurollt. Initiator des langwierigen Prozesses waren die Hamburger Verbraucherschützer. Sie hatten bereits weitere Konzerne wie Versicherer Deutscher Ring, Ergo, Generali und Signal Iduna im Visier und sich mit Erfolg durchgesetzt.

Die Allianz kündigte über ihren Versicherungssprecher nun an, die betroffenen Kunden entschädigen zu wollen. Für die noch laufenden Versicherungen gebe es demnach eine automatische Erhöhung der beitragsfreien Leistungen. Kunden die ihre Police bereits kündigten, müssten sich für eine Nachzahlung beim Versicherer melden, da auch aufgrund geänderter Wohnsitze sonst Schwierigkeiten mit der Kontaktaufnahme entstehen könnten.

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