Jubel um Rentenanhebung 2018 mit Vorsicht zu genießen

Altersversorgung –


Die Durchschnittsrenten sind im vergangenen Jahr deutlich angestiegen, dank der merklichen Rentenanhebung. Eine Jubelbotschaft, die mit Vorsicht zu genießen ist.

Jubel

Ältere Rentner können längst nicht so jubeln wie suggeriert wird

Deutlicher Anstieg der Durchschnittsrente

Verbreitung guter Stimmung seitens der Medien über die Höhe der Renten. Im Jahr hatten alle Rentner, die bereits vor 2018 eine Rente erhielten und mind. 35 Jahre in die Rentenkasse Beiträge leisteten, im Schnitt um 3 Prozent mehr Rente, so BILD (Donnerstag) unter Berufung auf Angaben der Deutschen Rentenversicherung. Demnach stieg die Durchschnittsrente zwischen Ende 2017 und Ende 2018 von 1.184 Euro auf 1.219 Euro an.

Unterschiede zwischen Männer & Frauen – Alte & Neue Bundesländern

Gleichzeitig sind wiederholt die großen Unterschiede zwischen den Rentenbezügen in den alten und neuen Bundesländern, insbesondere die Rentenhöhen zwischen Frauen und Männern hervorgehoben worden. Frauen in den neuen Bundesländern erhielten im Schnitt 994 Euro Rente und lagen damit sogar etwas höher als die Frauen in den alten Bundesländern und durchschnittlich 989 Euro Rente. Männer in den neuen Bundesländern erhielten dagegen mit 1.248 Euro Durchschnittsrente deutlich weniger als Männer im Westen mit 1.403 Euro Rente.

Grund für den deutlichen Anstieg sei die Rentenerhöhung im Jahr 2018 gewesen, so der Tenor.

Statistischer Zusammenwurf Rentner & Pensionäre

Die Höhe der Durchschnittsrente ergibt sich jedoch aus einem einfachen, aber effektiven Trick. Rentner und Pensionäre werden statistisch in einen Topf geworfen. Dementsprechend fällt auch die Armutsgefährdungsquote für Rentner deutlich höher aus als der Durchschnittswert zusammen mit den ehemaligen Bediensteten mit Eigenschaften eines Beamten. So galten im Jahr 2017 rund 16 Prozent aller Rentner und Pensionäre als armutsgefährdet. Der Blick auf die Rentner alleine gibt jedoch eine Quote von 19 Prozent frei, als annähernd jeder fünfte Rentner.

Mehr Rentner rutschen in die Steuerpflicht

Zusätzlich bedeutet eine Anhebung der Rentenbezüge für viele Rentner auch eine neu eingesetzte Steuerpflicht, da die womöglich der Grundfreibetrag überschritten wurde. Im Jahr 2019 werden voraussichtlich rund 48.000 weitere Rentner eine Steuer abführen müssen.

Der Jubel über die vermeintlich deutliche Anhebung der Durchschnittsrente kann deshalb mit Vorsicht genossen werden.

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