Immer mehr Rentner nehmen Grundsicherung in Anspruch

Armut im Alter-


Die Anzahl der Rentner mit Anspruch auf eine Grundsicherung wird weiter ansteigen. Viele Arbeitnehmer befinden sich heute in einer Zwickmühle, die sie mit dem Entlassen in den Ruhestand geradewegs in die Armut befördert.

Niedrigrenten

Niedrigrenten treiben immer mehr Rentner in die Verzweiflung

Die Grundsicherung wird häufiger in Anspruch genommen

Die steigende Armut in Deutschland ist keine Fiktion, sie ist gegenwärtige Realität. Besonders ältere Menschen im Rentenalter werden in Zukunft immer mehr um ihren Lebensunterhalt zu kämpfen haben. Wer in eines der Zentren Deutschlands zur Miete wohnt, wie knapp 800,- Euro monatlich zur Kostendeckungen werden können. Die offizielle Armutsgrenze in Deutschland liegt derzeit bei 727 Euro pro Monat (brutto). Das ist ein Durchschnitt und gilt für München und Hamburg ebenso wie im Bayerischen Wald.

Das Unterschreiten des Existenzminimums berechtigt zum Antrag für finanzielle Unterstützung („Sozialhilfen“). Derzeit sind rund 465.000 Menschen im Alter über 65 Jahren von finanzieller Hilfe durch die Grundsicherung angewiesen, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V (GDV). Im vergangenen Jahr waren es noch rund 30.000 Rentner weniger. Der Anteil der Rentner mit einem zu niedrigen bzw. gar keinem eigenen Einkommen, geschweige einem Vermögen liegt bei 2,7 Prozent. Ein Drittel aller bedürftigen Ruheständler bezieht null Rente.

Rund die Hälfte der gezahlten Renten erreicht derzeit nicht einmal 700,- Euro. Für viele Ruheständler erhöhen sich die Einkommen durch Zahlungen aus Betriebsrenten, privaten Rentenversicherungen, Beamtenpensionen oder einer Riester Rente. Der bundeseinheitlich durchschnittliche Anteil der gesetzlichen Renten zu den Gesamteinkünften liegt bei 64 Prozent. (Westen 54%, Osten 88%, jeweils Männer).

Der GDV nennt den derzeitigen Zustand und die absehbaren Entwicklungen zur Altersarmut in Deutschland als „einen Sprengsatz mit Zeitzünder“. Die Bundesagentur für Arbeit zählte im Herbst 2012 rund 812.000 Menschen über 65 Jahre, die einem Mini-Job nachgingen. Zum Jahreswechsel auf 2004 waren lediglich 600.000 Senioren in einem Minijob beschäftigt.

Die Altersarmut wird weiter ansteigen. Arbeitsunterbrechungen, temporäre Arbeitslosigkeit und Niedriglohn-Beschäftigungen sind die besten Voraussetzungen, um die Rentenzahlungen auf ein Minimum schrumpfen zu lassen. Eine Beschäftigung mit Mini-Einkommen erlaubt in der Regel keine Sparmaßnahme wie eine private Lebensversicherung. Die Rentenlücke ist somit vorprogrammiert. Parallel sinken die Rentenbezüge und das Renteneintrittsalter ab 69 Jahre wird bereits diskutiert.

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